Die Tagesordnung hatte es in sich, doch Helga Schmitt, die Vorsitzende des Bezirks-Frauen- und Mädchenausschusses (BFMA), sorgte für einen zügigen Ablauf der diesjährigen Frauen-Spielgruppentagung in Prosselsheim.

In ihre Begrüßung schloss sie die Vorstellung des neuen BFMA-Mitglieds ein. Nachdem Christiane Seufert nach fast zehnjähriger Tätigkeit als BFMA-Beisitzerin und Kreis-Frauen- und Mädchenbeauftragte im Fußballkreis Würzburg ihr Amt zur Verfügung stellte, rückt Angelina Schreck nach. Die 27jährige spielt beim Landesligisten FC Karsbach und stellte sich den Vereinsvertretern selbst kurz vor.

„Viel Freude am anspruchsvollen Ehrenamt“ wünschte ihr der stellvertretende Bezirksvorsitzende Norbert Kröckel für die neue Aufgabe. In seiner Funktion als Bezirks-Schiedsrichterobman (BSO) informierte er die Versammlung über die Neuerungen aus dem Verbandsbereich, machte in seinem Referat über Schiedsrichtergewinnung und -erhalt einmal mehr Werbung für neue Schiedsrichterinnen. Kröckel stellte auch das Projekt „Tandem-Schiedsrichter“ vor und erinnerte die Vereinsvertreter daran, in ihrem Vereinsmeldebogen einen Vereins-Schiedsrichterbeauftragten zu benennen.

Er ging auch auf die am 1. Juli in Kraft getretenen zahlreichen Regeländerungen ein und erläuterte anhand von Videoeinspielungen Neuerungen wie „Ballorientiertes Foul“ oder „Dreifachbestrafung“, die für reichlich Diskussionsbedarf sorgten.

„Zeitgemäß und schnell erreichbar“, unter diesem Slogan stellte die BFMA-Beisitzerin Michaela Straub die BFV-Online-Angebote vor. Beispielsweise Programme, mit denen die Vereine auf ihrer Internetseite die aktuellsten Ergebnisse und künftigen Spiele einstellen können. Beim Liveticker gibt es eine Neuerung: Ab der Saison 2016/17 ermöglicht der „Fanticker“ auch den Zuschauern, ohne Vereinskennung die Spiele live zu tickern. In der abgelaufenen Runde tickerten der TSV Prosselsheim (92 Prozent der Spiele) sowie der TSV Großheubach (75 Prozent) am meisten und erhielten dafür von Helga Schmitt je einen Spielball.

Die Online-Angebote erleichtern vor allem auch die Vereinsarbeit. Antragstellung online, Hochladen von Spielerfotos und Videoapp wurden von Michaela Straub vorgestellt, die darauf hinwies, dass im Herbst entsprechende Schulungen angeboten würden.

In ihrem Rückblick sprach Spielleiterin Ruth Müller von einer insgesamt gut verlaufenen Saison, wenngleich die Witterungsbedingungen nicht einfach waren. Was ihr missfiel, waren die zahlreichen Nichtantritte in den Kreisligen – vor allem gegen Saisonende.

Kritik übte auch Klaus Ullrich. Der Vertreter des Bezirks-Sportgerichts berichtete von einer Verdoppelung der Sportgerichtsfälle von elf in der Saison 2014/15 auf nunmehr 22. Stellungnahmen von Vereinen sind künftig wieder innerhalb von drei Tagen an das Sportgericht zu richten, berichtete Ullrich von einer Neuerung.

In der „Fair-Play-Wertung“ (die wenigsten persönlichen Strafen, die wenigsten Sportgerichtsfälle) lagen der TSV Prosselsheim (Bezirksoberliga), die DJK Rieden (Bezirksliga) und die SG Grafenrheinfeld (Kreisliga) ganz vorne und wurden dafür mit einem dreistreifigen Trikotsatz ausgezeichnet. Unterstützt wird diese Fair-Play-Aktion von einer oberfränkischen Brauerei.

73 Mannschaften – acht mehr in der Saison 2015/16 – haben für die neue Saison gemeldet. Dadurch werde es eine vierte Kreisliga geben, freute sich Helga Schmitt. Allerdings sollen sich die Vereine rechtzeitig Gedanken machen, ob sie das Aufstiegsrecht wahrnehmen.

Der Startschuss für die neue Saison fällt am 10./11. September. Im Pokalwettbewerb ging es bereits am 13. August los (Kreispokal Würzburg). Am 27./28. August finden die Pokalfinalspiele auf Kreisebene statt. An diesem Termin greifen auch die Bezirksoberligisten und Bezirksligisten ins Pokalgeschehen ein. Für die Hallenrunde können noch bis zum 15. September Meldungen abgegeben werden. Mit diesem Hinweis und dem Losglück des TSV Albertshofen, der einen Trikotsatz gewann, beendete Helga Schmitt die Versammlung.