Von der Papierform her könnte der FC 05 Schweinfurt als Favorit auf den Sieg bei den Schweinfurter Hallenfußball-Kreismeisterschaften gelten. Doch Martin Halbig, der die Mannschaft während der Qualifikation anstelle von Udo Romeis trainiert und aufgestellt hat, hält den Ball lieber flach. „Wir wollen die verletzten Spieler der ersten Mannschaft schonen“, sagt er, „deshalb laufen wir mit einer Mischung aus Spielern der Bayernliga und der zweiten Mannschaft auf.“ Aus diesem Grund sieht er den FC 05 auch nicht als den Favoriten. Einen Turniersieg hat er auch nicht als allererste Parole ausgegeben. „Viel wichtiger ist es, ohne Verletzungen und vor allem ohne Rote Karten die Hallenrunde abzuschließen“, sagt er. Apropos Rote Karte: Daniel Mache, der im Turnier in Rimpar Rot gesehen hatte, wäre nach abgelaufener Sperre wieder spielberechtigt.

Dass die Freien Turner Schweinfurt, die nach wie vor als Hallenspezialisten gelten, schon den Titel „bayerischer Hallenmeister“ getragen hat, ist für Trainer Ernst Gehling „so inaktuell, dass wir uns mit diesem Titel nicht mehr schmücken“. Der Modus des Turniers kann nämlich ergeben, dass die FTS schon im Viertelfinale auf die stärksten Mannschaften trifft. Zum Beispiel auf den Landesliga-Konkurrenten FC Sand, „für mich der klare Favorit“. Ungeachtet dessen hat Gehling seine Mannschaft auf den Turniersieg eingestellt. Die vorigen drei Turniere haben die Freien Turner gewonnen, „und die Kreismeisterschaft wollen wir uns auch sichern“. Den Bayernligisten FC 05 sieht Gehling zwar auch als Favoriten an, „aber eher den FC Sand“.

Der Trainer der so hoch gelobten Sander, Erwin Albert, stapelt hingegen etwas tiefer. „Einen Favoriten gibt es in der Halle nicht, da kann jeder jeden schlagen“, sagt er. Er hat in den vorigen Turnieren die Konkurrenten beobachtet und kommt zu dem Schluss, „dass es sich durch die Bank um gute Mannschaften handelt“. Der Turniersieg steht nicht ganz oben auf der Liste von Albert, „wir wollen so weit wie möglich kommen, und Dritter oder Vierter zu werden, das wäre auch in Ordnung“. Vielmehr setzt er auf die technischen Finessen, die der Hallenfußball zu bieten hat. „Hier mal ein schöner Doppelpass, da mal eine gelungene Finte – das macht den Spielern und auch den Zuschauern Spaß.“

Stefan Stöcklein, Co-Trainer der FSG Wiesentheid, möchte mit seiner Mannschaft die Gruppenphase überstehen. Dann komme es auch auf das Glück an. „Wir wollen uns in der Halle Erfolgserlebnisse holen und Selbstvertrauen tanken, nachdem es auf dem Feld nicht so gut läuft.“ Weil die Wiesentheider eine recht junge Mannschaft haben, seien die Spieler noch so richtig wild auf die Hallenturniere. Favorit sind für Stefan Stöcklein die beiden Schweinfurter Vereine FC 05 und Freie Turner.