Relegation zur Bezirksliga West

TSV Rottendorf – FC Eibelstadt (Samstag, 16 Uhr)

Es sieht nicht gut aus für den Kreisliga-Vizemeister vor dem Rückspiel in Rottendorf. Mit großen Hoffnungen war Eibelstadt nach drei Jahren wieder in eine Relegation gegangen. Damals, im Frühjahr 2014, stieg der FC aus der Kreisliga ab – und auch jetzt scheint alles in einer kleinen Enttäuschung zu enden. So sehr die Mannschaft in der Rückrunde mit Siegen in Serie ihre Aufholjagd zelebriert hatte, so zaghaft, ja fast ängstlich wirkte sie nun im entscheidenden Moment ge-gen den TSV Rottendorf. Sollten ihr gerade jetzt die Nerven einen Streich gespielt haben?

Seltsam war es schon, dass sich ein Team, das in 30 Ligaspielen 83 Tore erzielt hat, in neunzig Minuten keine einzige klare Torchance erspielt. Das mag auch der Qualität eines Gegners geschuldet gewesen sein, der sich keineswegs wie der zurückhaltende Abstiegsanwärter gab, sondern eher wie der angriffslustige Emporkömmling, in einer Rolle demnach, in der man eigentlich Eibelstadt sah. Der Auftritt vor großer Kulisse schien den FC eher zu lähmen als zu beflügeln. Nun bleiben noch einmal neunzig Minuten, in denen die Mannschaft ihr ganzes Potenzial ausbreiten kann und muss, um die 1:3-Niederlage des Hinspiels zu korrigieren.

Relegation zur Kreisklasse Schweinfurt

SG Klein-/Großlangheim – SG Wülflingen/FC Haßfurt II (Sonntag, 14.30 Uhr; Mönchstockheim)

Was für die SG Klein-/Großlangheim in der Relegation auf dem Spiel steht, hat Trainer Denis Herrlinger vor einigen Wochen im Gespräch mit dieser Redaktion schon einmal klargestellt. „Es wäre eine Katastrophe, wenn wir es nach so einer Saison nicht schaffen würden aufzusteigen.“ In manch anderen A-Klasse stände sein Team mit einer Bilanz von 63 Punkten aus den 26 Ligaspielen wohl an erster Stelle.

Zum Beispiel in der A-Klasse 5, in der Neuschleichach 53 Punkte reichten, um als Meister durchs Ziel zu gehen. Die SG Wülflingen/FC Haßfurt II hat noch zwei Zähler weniger und ist am Sonntag Gegner für Herrlingers Klub in einer Art Schicksalspartie. Nur mit einem Sieg lassen sich die hohen Erwartungen der Klein- und Großlangheimer noch erfüllen.

Ihr Pech, dass sie im Rennen um die Meisterschaft in der SG Castell/Wiesenbronn einen noch besseren Konkurrenten vor der Nase hatten, der mit 108 Toren und nur einer Niederlage Meister wurde. Ihr Glück, dass sie nun immer noch die Chance haben, die Kreisklasse zu erreichen.

FC Fahr – SV Schnackenwerth (Sonntag, 16.30 Uhr; Hirschfeld)

Der Unterschied zwischen einer sehr guten und einer überragenden Saison bemisst sich beim FC Fahr an einem einzigen läppischen Punkt. Bloß ein Zähler mehr, und der Klub wäre jetzt Meister und könnte sich das mit der Relegation sparen. Dieses Zitterspiel, in dem sich in neunzig Minuten das Wohl oder Wehe einer ganzen Saison entscheidet.

Punktgleich mit dem FV Türkgücü Schweinfurt hat Fahr diese Runde abgeschlossen, aber der Rivale profitierte vom besseren direkten Vergleich und verbannte den FC auf den zweiten Platz. So muss Trainer Simon Weidinger mit den Seinen nun in die Verlängerung. Ein Sieg gegen Schnackenwerth, den angriffslustigen Vizemeister der A-Klasse 1, und aus dieser sehr guten Saison würde eine überragende. Texte: elz