Mit einem 4,5:3,5-Sieg starteten Prichsenstadts Schachspieler in die neue Saison. Fünf der acht Partien wurden schnell entschieden, die restlichen hatten es in sich. Selbst nach über fünfeinhalb Stunden war noch alles möglich.

Zunächst setzte es sogar noch einen Rückschlag. Wolfgang Schmitz, der im Mittelspiel Material geopfert hatte, fand in der ersten Zeitnotphase nicht die stärkste Fortsetzung und konnte seine Stellung nach fast sechs Stunden nicht mehr halten. Zwar hatten die beiden verbliebenen Prichsenstädter zu diesem Zeitpunkt schon ordentliche Stellungen herausgespielt, doch verblieben ihnen nur noch wenige Sekunden Bedenkzeit, was nervenaufreibende Zitterpartien folgen ließ. Den ersten wichtigen Punkt besorgte Werner Klüber nach fast sechs Stunden. Zwar drehte er die Partie lange vorher, doch sein Gegner befreite sich immer wieder. In einer hektischen Zeitnotschlacht setzte sich der Prichsenstadter aber durch.

Die Entscheidung über Sieg, Unentschieden oder Niederlage lag nun in den Händen Peter-Georg Krieners. Er hatte aus der Eröffnung heraus große Schwierigkeiten und geriet teilweise klar auf die Verliererstraße. Mit großem Kampfgeist arbeitete er sich aber heran. Als sein Gegner durch Zeitüberschreitung in schlechter Stellung verlor, hatte er selbst noch 15 Sekunden Bedenkzeit.

Im Gegensatz zu den umkämpften Partien von Klüber und Kriener ging es an den Spitzenbrettern entspannter zu. Michael Ziegler akzeptierte nach 90 Minuten ein Remis-Angebot. Zu diesem Zeitpunkt hatte auch Thomas Steinhauser am zweiten Brett ein Friedensangebot vorliegen. Er lehnte dies zunächst ab, akzeptierte dann aber nach weiteren Vereinfachung. Ein weiteres Kurz-Remis steuerte Richard Hilgert bei. Etwas unglücklich agierte Prichsenstadts Stadtmeister Dieter Krenz. Nach einem unvorteilhaften Abtausch hatte er mit schwacher Königsstellung und schlecht stehenden Figuren zu kämpfen.

Die souveränste Leistung lieferte „Ersatzmann“ Manfred von Golitschek. Bei ihm bestand zu keiner Zeit Zweifel über den Ausgang.

Unterfrankenliga

SC Prichsenstadt – SK Schweinfurt 2000 II 4,5 : 3,5  
Schachfr. Sailauf – SB Versbach 4,5 : 3,5  
SV Würzburg III – SK Mömbris 4,5 : 3,5  
SC Bad Königshofen – SK Lohr a.M. 8,0 : 0,0  
SK Mainaschaff – SC Unterdürrbach 4,5 : 3,5