FC Leinach - Bayern Kitzingen (1:2; Samstag, 16 Uhr).

Landkreis KT — Es fehlte der Wille. "Rimpar war an diesem Abend die willigere Mannschaft. Sie hatten einige Leute dabei, die das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Vor allem in der zweiten Halbzeit versuchten sie mit aller Macht, ein Tor zu erzielen", blickt Kitzingens Trainer Thomas Latteier auf das mit 0:2 verlorene Spitzenspiel beim Tabellenführer zurück. "Diesen unbedingten Willen muss ich meiner Mannschaft im Moment leider absprechen", führt er schonungslos den Unterschied an. Dass es bei Bayern Kitzingen (4./42) seit der Winterpause nur noch schleppend vorangeht, beschäftigt auch den Trainer: "Wenn man sich unsere Leistungen anschaut, ist es leider nicht so, dass wir seitdem alles in Grund und Boden spielten, sondern wir schleppen uns Woche für Woche so durch." Deshalb ergebe es jetzt auch keinen Sinn mehr, weiterhin nach oben zu schauen. "Wir müssen den Vorsprung auf den siebten Platz behaupten. Denn ganz oben zählt heuer nur der erste Platz, nachdem es für den Zweiten schon kein Aufstiegsspiel mehr gibt. Aber dieser Zug ist für uns momentan abgefahren. Wir haben es nicht mehr selbst in unserer Hand und müssten hoffen, dass Rimpar noch einige Punkte abgibt. Aber gerade in den letzten Wochen spielten sie sehr stabil." Womöglich verführte der komfortable Tabellenstand insgeheim dazu, bei der angebotenen Leistung nicht mehr bis zum Äußersten zu gehen: "Sicherlich ist es heuer problematisch, dass gleich sechs Mannschaften aufsteigen und bis zum zehnten Platz eine Relegation gespielt wird. Bis zur letzten Woche hatten wir zehn oder elf Punkte Vorsprung. Jetzt sind wir im einstelligen Bereich gelandet." Aufgrund des verringerten Abstands auf den Platz sieben warnt Latteier nun davor, die Situation nicht ernst genug zu nehmen: "Es wäre fatal, wenn wir jetzt die Saison in Ruhe ausklingen ließen. Denn bis zum Saisonende sind noch 21 Punkte zu vergeben." Gerade weil der direkte Konkurrent aus Lengfeld einen Lauf habe, "müssen wir höllisch aufpassen, in zwei oder drei Wochen nicht als Siebter mit ganz leeren Händen dazustehen." Denn im schlechtesten Fall könnte sich das Polster bereits an diesem Wochenende auf nur noch fünf Punkte reduzieren. "Die Mannschaft muss enger zusammenrücken und als eine Einheit auftreten. Dann habe ich keine Bedenken, dass wir unter den ersten Sechs bleiben", fordert Latteier vor dem nächsten Spitzenspiel in Leinach (2./47). "Es ist ein Duell auf Augenhöhe, das wieder durch den größeren Willen entschieden wird. Der Gegner ist eine offensiv ausgerichtete Mannschaft mit starken Einzelspielern. Gerade auf ihrem kleinen und schmalen Platz sind sie daher schwierig zu nehmen", erwartet Kitzingens Trainer. Personell hofft er, dass sich bis Samstag einige Fragezeichen auflösen. Denn die angeschlagenen Matthias Brunsch, Oliver Stark und Felix Straßberger mussten in dieser Woche mit dem Training aussetzen.