Die SpVgg  Giebelstadt  hat weitere Spieler für sich gewinnen können: Stürmer Jan Trutschel (25) und Abwehrspieler Lukas Grimm (21) wechseln zur neuen Saison vom  FC Kirchheim , aktuell Tabellenführer in der A-Klasse, nach Giebelstadt. Von den U19-Junioren des Würzburger FV kommt Verteidiger Franz Seubert (18) zur SpVgg. 

Dahinter steckt folgender Plan: "Unser Ziel ist es, in den vergangenen Jahren zu anderen Vereinen abgewanderte Jungs nach Giebelstadt zurückzuholen. Alle zusammen haben großes Potenzial", erklärt Spielertrainer Christian Steinmetz das Vorhaben.

Nicht alle Spieler kommen von heute auf morgen zurück

Er trainierte Innenverteidiger Grimm bereits in der Jugend. Jan Trutschel kann bei der Spielvereinigung wieder mit seinem Bruder Till zusammen spielen, der vor einem halben Jahr von Kirchheim nach Giebelstadt wechselte. Da ihr neuer Verein nur eine Liga höher in der Kreisklasse antritt, könnten beide schon bald wieder auf ihren früheren Klub treffen. Seubert kommt aus dem Büttharder Ortsteil Höttingen und sein Vater Klaus ist Sportleiter bei den Giebelstädtern.

Trutschel, Grimm und Seubert sind Giebelstadts Zugänge Nummer zwei bis vier. Vor kurzem hatte die Fußball-Abteilung gemeldet, dass auch  Lukas Hemm aus Kleinrinderfeld  zurückkehre. Steinmetz geht davon aus, dass bis zum Saisonstart sogar noch der eine oder andere Spieler dazukommen könnte. Im vergangenen Sommer waren bereits acht neue Spieler gekommen .

Kandidaten wären auch die bisherigen Kleinrinderfelder Marco und Sandro Kramosch gewesen. Zur neuen Saison entschieden sich beide aber nochmals für einen Klub in der Landesliga - und schließen sich dem ASV Rimpar an . "Wir können nicht erwarten, dass alle Spieler von heute auf morgen zu uns zurückkommen", versteht Steinmetz ihre Entscheidung. Er will den Kontakt zu diesen Spielern beibehalten, um sie vielleicht in Zukunft von einer Rückkehr nach Giebelstadt zu überzeugen.

Aufstiege kommen von selbst, wenn der Plan aufgeht

Obwohl die SpVgg in den 1990er-Jahren in der Bezirksliga spielte und danach noch für die meiste Zeit der Kreisliga angehörte, will Steinmetz den Aufstieg nicht als Ziel vorgeben, sondern sieht den Erfolg als Ergebnis, wenn sein Plan aufgeht: "Wenn alles zusammenpasst, ergibt sich das von selbst", weiß er frühere Bayernligaspieler. Jedoch passte es zuletzt nicht mehr, wie der Vorsitzende Michael Lutz vor fast zwei Jahren offenbarte, was dazu führte, dass die Mannschaft in die Kreisklasse abstürzte und mehr als ein Dutzend Spieler den Verein verließen .

Steinmetz spielte mehrere Jahre beim Würzburger FV und ASV Rimpar hochklassig, ehe er seinen Heimatverein SV Bütthard gemeinsam mit Peter Deißenberger übernahm. Beim TSV Abtswind bewies er zuletzt nochmals sein Können in der Bayernliga, ehe er im vergangenen Sommer als Spielertrainer nach Giebelstadt wechselte und seitdem die erste Mannschaft zusammen mit Jochen Hümmer, der den Spielverlauf von außen im Blick behält, coacht.

Mit seinem Umfeld und seinen Möglichkeiten gehöre der Verein nicht in die Kreisklasse, findet Steinmetz. Jungen Fußballern möchte er die Chance bieten, sich sportlich weiterzuentwickeln: "Da ich selbst diese Erfahrung gemacht habe, kann ich es jedem Spieler nur empfehlen, die Herausforderung in einer höheren Liga anzunehmen. Manchmal ist es besser, dafür erst einen Schritt zurück und dann zwei Schritte nach vorne zu gehen."

Trainerwechsel hat Euphorie in der Mannschaft entfacht

Die längere Winterpause bereite Steinmetz keine Sorgen: "Der Trainerwechsel hat Mitte vergangenen Jahres eine neue Euphorie entfacht. Daher gehe ich davon aus, dass es für uns wegen der Pause keine Rückschläge geben wird." Anfang Februar hätten die Spieler einen Trainingsplan bekommen, mit dem nun jeder für sich die physischen Grundlagen schaffen könne, darüber hinaus gebe es einmal pro Woche ein "Workout" mit einer Fitnesstrainerin.

"Wichtig ist, dass sich in dieser Zeit alle mitgenommen fühlen", will Christian Steinmetz solange vor allem das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mannschaft stärken, bis alle wieder gemeinsam auf dem Platz stehen und gemeinsam kicken können.