Die Gewichtheber des Kraftsportvereins (KSV) Kitzingen waren erfolgreich in den vergangenen Wochen: Sie haben Titel in der Frankenliga und in der bayerischen Masters-Runde gewonnen.

Auch wenn die Frankenliga-Meisterschaft die KSV-Heber zum Aufstieg in die Bayernliga, der dritthöchsten Liga nach den beiden Bundesligen, berechtigt – die Kitzinger Kraftsportler nehmen dieses Recht nicht wahr, denn ihr Kader ist zu dünn für die Bayernliga, für die sechs Heber pro Mannschaft erforderlich wären.

Die Kitzinger hatten in der Frankenliga, die allerdings nur drei Mannschaften umfasst, eine gute Hinrunde mit klaren Siegen gegen Bayreuth und Schweinfurt, beide Paarungen enden 3:0, hingelegt und bezwangen in der Rückrunde abermals den AC 82 Schweinfurt II, um dann mit der Maximalausbeute von 9:0 Punkten als Tabellenführer auf die Bretter zu gehen.

KSV Kitzingen beendet die Frankenliga verlustpunktfrei auf Platz eins

Armin Uhl, Stefan Holzer, Benjamin Uhl, Raphael Zink, Gabriel Vornberger und Thomas Stöhr bildeten gegen die Schweinfurter die Bestbesetzung der Kitzinger. In den Wettkämpfen der Frankenliga kommen die vier besten von insgesamt sechs Hebern in die Wertung.

Für die Kitzinger lief das Reißen mit nur zwei Fehlversuchen hervorragend und sie brachten 474 Sinclairpunkte – ein Verfahren, bei dem aus Körpergewicht und Leistung eine Punktzahl errechnet wird, wodurch die Leistungen der Heber vergleichbar werden – nach der ersten Teildisziplin aufs Tablett.

Den großen Vorsprung von 90 Punkten baute die KSV-Riege mit 1074 Sinclair-Punkten im Stoßen noch aus auf 170 Punkte, das war zugleich die beste Saisonleistung der Kitzinger. Zum letzten Wettkampf wären sie mit haushohem Vorsprung von 165 Punkten in Bayreuth angetreten, doch die Oberfranken sagten den letzten Wettkampftag ab, womit die Kitzinger ohne Punktverlust auf dem ersten Tabellenplatz blieben.

Die Kitzinger Heber gewannen auch die bayerische Masters-Runde. Unter sechs Mannschaften aus dem Freistaat erkämpften sie sich die meisten Sinclair-Melzer-Punkte (dabei geht auch das Alter in die Berechnung ein). Die KSV-Riege holte sich dabei den Landestitel mit durchschnittlich 1124 Punkten vor dem ASV Neu-Ulm mit 1106 Punkten.

Kitzinger Gewichtheber gewinnen zum ersten Mal die Masters-Runde

Vor dem Abschlusswettkampf waren die Kitzinger noch auf dem zweiten Platz, ehe sie in der heimischen Walter-Schneider-Sporthalle in der Kitzinger Glauberstraße im Endspurt die Neu-Ulmer noch überholten. Dabei übernahm Norbert Graber die Rolle des Betreuers und die Gastgeber konnten auf die Verstärkung von Armin und Benjamin Uhl bauen.

Die beiden traten somit neben Thomas Stöhr, Karl-Heinz Schwenkert und Stefan Holzer an die Hanteln. Mit einer ausgeglichenen Leistung erreichten die Kitzinger am ersten Wettkampftag im Reißen 521 Punkte. Nach dem Stoßen standen insgesamt 1170 Punkte zu Buche. Armin Uhl, ehemaliger Deutscher Meister, war mit 298,5 Punkten Topscorer beim KSV, es folgte Karl-Heinz Schwenkert.

Die Freude bei den Kitzingern war am letzten Wettkampftag groß, als nach dem Wettkampf das Ergebnis aus den anderen Paarungen bekannt gegeben wurde. Für den KSV war es der erste Sieg seit Bestehen der Masters-Runde, die erstmals in der Saison 1998/99 ausgetragen wurde.