Da ist sie also, die erste Chance für den SSV Kitzingen, um den Verbleib in der Bezirksliga über den Umweg Relegation zu schaffen. Die Mannschaft des Bezirksliga-13. trifft dazu auf den SV Altfeld, der als Zweiter der Kreisliga im Raum Main-Spessart abschloss. Das erste Spiel findet am Donnerstag, 25. Mai (15 Uhr), in Altfeld statt. Beide Mannschaften sind sich nicht ganz unbekannt, durften sie doch bereits im Vorjahr zweimal gegeneinander um Punkte streiten. Darauf gibt Siedler-Trainer Wolfgang Beischmidt jedoch nicht gerade viel vor dem Hinspiel am Donnerstag um 15 Uhr in Altfeld.

„Erst einmal sind wir froh, die Chance zu haben nach dem Endspurt, den wir hingelegt haben. Die Relegation ist die Chance, auf die wir in den letzten Wochen gehofft haben. Jetzt haben wir sie“, beschreibt der SSV-Übungsleiter die Situation aus Sicht seines Vereins. Was ihn etwas optimistischer stimmt, ist, dass die während der abgelaufenen Saison ziemlich durch Verletzungen gebeutelten Kitzinger nun doch wieder den einen oder anderen im Aufgebot haben, der zuvor lange fehlte. „Es bieten sich wieder Alternativen und hat sich etwas entspannt“, so Beischmidt. Bis auf Dominik Held und den schon länger wegen eines Kreuzbandrisses ausfallenden Felix Scheider dürften alle wieder an Bord sein.

Im Vorjahr lauteten die Ergebnisse der beiden 0:0 und 2:0 für Kitzingen. Diesmal erwartet Beischmidt eine forsche Altfelder Mannschaft. Ein kleiner Vorteil mag bei den Seinen liegen, dass sie das Rückspiel in Kitzingen haben, räumt der Trainer ein.

Übermäßige Euphorie herrschte zuletzt nicht unbedingt beim SV Altfeld. Die Situation war eher kurios im Marktheidenfelder Stadtteil. Kurz vor Rundenende an erster Stelle der Tabelle liegend, warf ihr erst zu dieser Runde gekommene Spielertrainer Marco Trapp überraschend das Handtuch. Er beklagte die mangelnde Einstellung einiger Akteure in der Endphase der Saison.

Sein Kollege und Vorgänger Gerald Leimeister, mit dem Trapp die Mannschaft führte, ist nun bis Rundenende allein zuständig für den SV Altfeld. „Die Mannschaft ist schon etwas geknickt, dass es nur der zweite Platz wurde. Meister hätte eigentlich kein anderer sein dürfen als wir. Aber nachdem unser Spielertrainer, der gleichzeitig ein sehr wichtiger Spieler war, fünf Spieltage vor Schluss aufhörte, muss ich sagen: Hut ab vor der Mannschaft, dass sie Platz zwei gerettet hat“, schildert Leimeister die Situation.

Auf die Relegation sei man als Außenseiter gespannt, aber nicht chancenlos. „Wir wollen ein ernsthafter Gegner sein und möglichst mit einem guten Ergebnis starten. Was dann in Kitzingen raus kommt, wird man sehen.“

Über den Gegner will sich Leimeister im Gegensatz zu seinem Kollegen Beischmidt mit Informationen versorgen. Manchen kennt Altfelds Trainer noch. „Mit Steffen Metz haben sie einen guten Mann in der Offensive, aber über einen richtigen Top-Torjäger verfügen sie nicht.“ Seine Altfelder auch nicht, wo Christopher Gebert mit 18 Toren am erfolgreichsten war. Allerdings hat SV-Trainer Leimeister Sorgen, ob sein zweitbester Schütze Patrick Kohrmann mitmachen kann. Er klagte zuletzt nach dem 3:1-Erfolg gegen Erlenbach über Knieprobleme.