SG Randersacker – Dettelbach und Ortsteile II (Dienstag, 18:30 Uhr, in Biebelried)

Unverhofft kommt bekanntlich oft. Auch die Dettelbacher Reserve hatte vor der Saison nicht im geringsten damit gerechnet, am Ende der Spielzeit in die Relegation zu dürfen. Doch die Elf von Kurt Amrein spielte eine überdurchschnittliche Runde und bot den eigentlichen Favoriten aus Iphofen, Markt Einersheim und Erlach/Sulzfeld erfolgreich die Stirn. Beinahe hätte es nach dem Sieg gegen Iphofen sogar zu mehr gereicht. Aufgrund des gewonnenen Direktvergleichs hatten die Schwarz-Weißen einige Zeit sogar vom Meistertitel träumen dürfen. Doch während sich die Iphöfer – die anderen Konkurrenten mussten ihre Flinte vorzeitig ins Korn werfen – keinen Patzer mehr erlaubten, verlor Dettelbachs Zweite in Markt Einersheim. Eine durchwachsene Leistung gepaart mit ungewöhnlicher Nervosität brachten die letztlich entscheidende Niederlage im Titelkampf.

Aber selbst die Vizemeisterschaft ist eine herausragende Leistung der Reserve des Kreisliga-Meisters. Besonders die spielerischen Fortschritte und den Teamgeist stellt Amrein dabei heraus. Sie seien für dieses überraschende Resultat verantwortlich. So gehen die Dettelbacher auch dementsprechend selbstbewusst in den selbst erarbeiteten Saisonhöhepunkt auf dem Gelände des TSV Biebelried.

Zudem werden die Amrein-Schützlinge gut vorbereitet ins Spiel gehen und sind heiß auf die Begegnung gegen die SG Randersacker, die ihrerseits Vizemeister in der A-Klasse 1 wurde und sich dort nur dem SC Lindleinsmühle geschlagen geben musste. Dennoch sieht der Übungsleiter den Kontrahenten in der Favoritenrolle. Schließlich hat die Mannschaft um die Spielertrainer Okan Delihasan (früher SB Versbach) und Rodolfo Ramos (früher FC Eibelstadt) große Qualität im Kader und spielt nun schon zum dritten Mal in Folge Relegation. Letztes Jahr scheiterte die SG an Hoheim, vor zwei Jahren am FC Zell am Main. Natürlich könnte Amrein für ein erfolgreiches Abschneiden auch auf Akteure der ersten Mannschaft zurückgreifen, möchte das aus sportlicher Fairness gegenüber dem Gegner und vor allem der eigenen Spieler, die sich diese Chance erarbeitet haben, aber nur im Notfall tun. Text: ara