Ohne „Kollege Computer“ wird auch im Jugendfußball künftig nicht mehr viel gehen. Der Schwund an Mannschaften geht weiter. Recht kurzfristige Verlegungen stören die Fußball-Funktionäre gewaltig. Dazu noch zwei von der spielleitenden Stelle zurückgezogene Mannschaften. So könnte man die Tagung für die Junioren im Fußball-Kreis Schweinfurt auf den Punkt bringen. Die letzte der drei Zusammenkünfte im Sportheim des FV Sulzheim brachte zwar manche Nachfrage, aber keine Kritik an Kreisjuniorenleiter Wolfgang Hellert und seiner Truppe.

Was Hellert beim Blick auf die am 10. beziehungsweise 17. September startende neue Spielzeit „etwas erschreckte“, war die insgesamt um 17 gesunkene Anzahl an Mannschaften im Spielkreis Schweinfurt. Vor allem beim Wechsel von der U 15 in die U 17 sei der Rückgang enorm, was er an Zahlen belegte. Warum, darüber rätselte nicht nur er.

Vergangene Runde musste der Kreisjuniorenleiter mit dem FC Gerolzhofen (U 15) und der SG Eltmann (U 17) zwei Vereine aus der Kreisliga nehmen. Beide waren je dreimal zu ihren Spielen nicht angetreten. Deswegen erfolgte der Rückzug. Insgesamt sprachen Hellert und seine Kollegen jedoch von einer „im großen und ganzen problemlosen Runde“ in der Saison 15/16.

Was ihn am meisten störe, seien recht kurzfristige Verlegungswünsche von Vereinen, die zum Teil erst wenige Stunden vor Spielbeginn bei ihm eingingen. Bei Spielabsagen müsse zuerst er, dann der Gegner und der eingeteilte Unparteiische angerufen werden. Als Meister der Kreisligen wurden der TSV Bergrheinfeld (U19), der FC Sand (U17), der TV Jahn Schweinfurt (U15), sowie der FC Schweinfurt 05 II (U13) ausgezeichnet. Bewährt habe es sich, die Hallen-Kreismeisterschaften jeweils als „Nacht-Turnier“ auszutragen.

Moniert wurde in der Versammlung das von Vereinen zum Teil völlig ignorierte Ausfüllen des Elektronischen Spielberichts bei den Altersstufen U 9 und U 11, das ja eigentlich Pflicht sei. Allein 59 Anzeigen beim Sportgericht habe es dazu nach der Winterpause gegeben, als der Verband hier genauer prüfte. Wohl auch deswegen erklärte später der Juniorenspielleiter und EDV-Beauftragte Thomas Krug den Vereinsvertretern noch einmal das Ausfüllen des Elektronischen Spielberichtsbogens und zeigte weitere technische Neuerungen auf. So kann künftig das Hochladen von Spielerfotos das Mitführen der Spielerpässe ersetzen. Das macht es für Vereine leichter, wenn sie Juniorenspieler am Wochenende in zwei Altersklassen einsetzen.

Schiedsrichter-Obmann Horst Knorpp wies auf den immer eklatanter werdenden Mangel an Schiedsrichter hin. Später erläuterte Kreisjuniorenleiter Wolfgang Hellert die neuen und geänderten Regeln. Insgesamt 40 Sperren wegen Roter Karten musste das Sportgericht um Gerhard Weißenberger verhängen. Dazu hatte es 44 Fälle des Nichtantretens, sowie 20 Mal fehlende Spielerpässe zu bestrafen.

Zur neuen Runde teilte der Kreisjuniorenleiter mit, dass die vier U 19-Gruppen mit 24 Mannschaften zunächst ganz normal Hin- und Rückspiele austragen. Danach werden die jeweils besten drei, sowie die schlechtesten drei in neue Gruppen gesteckt, um so den sportlichen Anreiz zu erhöhen.