TSV Bergrheinfeld - TSV Abtswind
(0:3; Samstag, 14 Uhr).



Auswärts fahren die Abtswinder nicht selten gerne mit dem Bus. Auch in Kitzingen stiegen trotz des Wetters rund 60 gut gelaunte Schlachtenbummler in einen bereitgestellten Linienbus, dessen vordere und seitliche Anzeige die anderen darauf hinwies, dass sich der TSV Abtswind (3./34) auf Reisen befindet.
Dass sie auswärts gleich mit dem Bus anrücken, ergibt durchaus einen Sinn, denn irgendwo müssen sie die eingeheimste Punkte-Fracht verstauen. Nach Bayern Kitzingen war der TSV auswärts die erfolgreichste Mannschaft der Vorrunde und bleibt als einzige auf gegnerischen Plätzen unbesiegt.
Zum Rückrundenauftakt steht den Abtswinder Unterstützern erneut eine kurze Busfahrt nach Bergrheinfeld (13./18) bevor. Von den vier im Oktober ausgetragenen Begegnungen gewann das von Berthold Göbel trainierte Team nur eine, verlor aber deren drei, zuletzt zu Hause mit 2:3 gegen das tabellarisch auf gleicher Höhe stehende Lengfeld. Göbel räumte dabei ein, dass der Gegner "einfach mehr investiert" habe.
Mit 21 Toren gehört Bergrheinfeld in dieser Disziplin zum unteren Drittel, was sich auch darin zeigt, dass die beiden erfolgreichsten Torschützen Frank Stoll und Sebastian Walter fünf Treffer erzielten. Dagegen stellen die 35 Gegentore einen der höchsten Werte innerhalb der Liga dar. Zuletzt packten Daniel Jaguczak und Carsten Dotterweich die Fußballschuhe wieder aus, nachdem mit Christoph Weeth und Thomas Cäsar zwei Leistungsträger bis einschließlich letztes Wochenende gesperrt waren. Dass beide nun wieder an Bord sind, sollte das Comeback der Oldies eigentlich beenden, doch dass sie ihr Engagement bis zur Winterpause fortsetzen, scheint ebenso nicht ausgeschlossen.
Den Gästen dürfte dies egal sein, wenn sie ihre Leistung von Kitzingen fortsetzen. "Wir spielten diszipliniert und konsequent", stellt Abtswinds Trainer Jochen Seuling fest. "Wir waren in der ersten Halbzeit die aktivere Mannschaft, was sich nach der Pause allerdings änderte. Für uns war es daher eine schöne Sache, durch den Elfmeter in Führung zu gehen." Nach einem ausgeglichenen Spielverlauf hatten beide Seiten bereits ein Patt für möglich gehalten.
Für die restlichen vier Spiele bis zur Winterpause nehmen sich die Abtswinder noch einiges vor. "Es wäre prima, bis dorthin 40 Punkte zu erreichen, so dass der Verein im neuen Jahr eine höhere Planungssicherheit für die nächste Saison hat", sagt Seuling und ergänzt angesichts verführerischer Aussichten in der Tabelle: "Trotzdem gibt es auch bei uns noch viel zu verbessern. Eine routinierte Spitzenmannschaft hätte die Führung in Überzahl anders über die Zeit gebracht."