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SCHACH: LANDESLIGA

Trostpreis für Kitzingen

In acht Spielen kassierten die Kitzinger acht Niederlagen. Im letzten, dem Derby in Würzburg, wollten sie die Negativserie unbedingt stoppen.
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Landesliga Nord

 

SV Würzburg – SC Kitzingen 05 3,0 : 5,0  
SK Schweinfurt 2000 – SK Klingenberg 4,0 : 4,0  
SC SW Nürnberg Süd – SK Kelheim 5,0 : 3,0  
SC Nürnberg II – SK Schwandorf 1,5 : 6,5  
SC Forchheim – SC Bamberg 3,5 : 4,5  

 

 

1. (1.) SC SW Nürnberg Süd 9 8 1 0 47,5 17  
2. (2.) SK Schwandorf 9 5 3 1 44,0 13  
3. (5.) SC Bamberg 9 5 1 3 38,5 11  
4. (3.) SC Nürnberg II 9 4 3 2 37,0 11  
5. (4.) SC Forchheim 9 5 0 4 41,0 10  
6. (6.) SK Schweinfurt 2000 9 4 2 3 35,0 10  
7. (7.) SK Klingenberg 9 3 3 3 34,5 9  
8. (8.) SK Kelheim 9 3 1 5 35,5 7  
9. (10.) SC Kitzingen 05 9 1 0 8 22,0 2  
10. (9.) SV Würzburg 9 0 0 9 25,0 0  

 

SV Würzburg – SC Kitzingen 3,0:5,0

Acht lange Runden quälte sich die erste Mannschaft des SC Kitzingen in der Landesliga Nord von Pleite zu Pleite. Der Abstieg stand für den Aufsteiger bereits lange fest. In der neunten und letzten Runde ging es zum ebenfalls punktlosen Leidensgenossen und Lokalrivalen Würzburg.

Das Prestigeduell entwickelte sich spannend und für Kitzingen positiv. Zunächst erreichte Karl-Heinz Kannenberg nach knapp zwei Stunden ein bequemes Schwarz-Remis. Sein Gegner Christian Schatz spielte ausgesprochen ambitionslos und bot nach frühem Damentausch Remis an (0,5:0,5).

Aggressiver Kunz

Deutlich aggressiver legte Konstantin Kunz seine Partie an. Den Raumvorteil aus der Eröffnung hätte er im beginnenden Mittelspiel weiter vorteilhaft ausbauen können, verzichtete aber auf das Risiko, wonach sich sein Übergewicht deutlich reduzierte und er sich mit Johannes Helgert auf Remis einigte (1,0:1,0).

Die Kitzinger Führung besorgte dann Istok Ferlan. Nach der mangelhaften Chancenverwertung in den letzten Runden feierte er doch noch seinen ersten Vollerfolg dieser Saison. Die Partie gegen Thomas Vogt verlief einseitig und entwickelte sich langsam aber stetig zu seinen Gunsten. Auch den technischen Teil spielte er diesmal fehlerfrei (2,0:1,0).

Georg Kwossek dagegen geriet aus der Eröffnung böse unter die Räder. Bereits in der Anfangsphase versuchte er zu improvisieren, was Thomas Bräutigam allerdings keine Probleme bereitete. Trotz Schwindelversuchen war er letztendlich chancenlos (2,0:2,0).

Matthias Basel konnte sich gegen Can Ersöz vom Start weg einige Vorteile erarbeiten. Der Würzburger verzichtete auf eine mögliche Ausgleichsvariante und geriet nach einer kapitalen Ungenauigkeit in einen Angriffswirbel, der bei schwindender Bedenkzeit nicht zu meistern war. Matt war die Folge (3,0:2,0).

Yalcins erster Saisonsieg

Auch Alparslan Yalcin am Spitzenbrett sicherte sich im letzten Spiel den ersten Vollerfolg. Allerdings ging er dafür durch ein tiefes Stellungstal, als er aus der Eröffnung recht passiv herauskam. Konsequent bearbeitete der Gegner die strategischen Schwächen, doch mit einem schweren Fehler wendete sich das Blatt abrupt und Alparslan überspielte den Würzburger Fide-Meister Markus Rupp äußerst dynamisch (4,0:2,0)

Markus Sendner hatte erneut mit allzu passiver Eröffnungsbehandlung zu kämpfen. Er musste schließlich Material geben und versuchte noch, aus der Verluststellung irgendetwas herauszuholen. Dies misslang allerdings. Er wurde von Ulrich Kinkelin matt gesetzt (4,0:3,0).

Eckerts Konter sitzt

Den krönenden Abschluss lieferte Leo Eckert. Er traf auf einen aggressiven Spielstil von Helmut Reitz, der frühzeitig versuchte, den Knockout zu setzen. Eckert verteidigte sich unaufgeregt und ließ den Gegner ins Leere laufen. Nach mehrfacher Ablehnung eines Remisangebotes drehte er den Spieß um und konterte seinen Kontrahenten mit präzisen Manövern aus, bis ein klar gewonnenes Endspiel entstand, das er sicher nach Hause brachte (5,0:3,0). (mba)