Tischtennis, Regionalliga Süd, Männer
Bayern München II – TV Etwashausen 4:6 (16:21)

Die Tischtennis-Cracks des TV Etwashausen haben am Sonntagnachmittag das Kellerduell in der Regionalliga Süd beim FC Bayern München II für sich entschieden und sind dadurch vom letzten Platz auf den Relegationsrang gesprungen. "So ähnlich haben wir uns das ja ausgemalt und auf dieses Ziel hingearbeitet. Tatsächlich war es aber ganz schön eng", gestand Etwashausens Kapitän Felix Günzel nach dem 6:4-Sieg im Stadtbezirk Berg am Laim.

Wenige Ballwechsel entscheiden über Saison

Für Etwashausen hatte es alles andere als ideal begonnen. Denn beide Doppel gingen knapp verloren. Markus Jäger und Felix Günzel lagen bereits mit 2:0-Sätzen vorne, um noch im fünften Durchgang den Kürzeren zu ziehen. Kamil Michalik und Christoph Sasse unterlagen zwar in vier Sätzen, kamen aber in jedem mindestens auf acht Punkte.

Im ersten Einzel hatte Jäger gegen den aufstrebenden Deutsch-Italiener Nico Longhino an Position eins der Münchener erwartungsgemäß keine Chance, sodass es aus Etwashäuser Sicht bereits 0:3 stand.

Dann legten die Gäste aus Unterfranken los – und holten vier Siege in Serie. Vor dem letzten Einzel führten die Etwashäuser, denen ein Unentschieden im Abstiegskampf gegen den Konkurrenten nicht geholfen hätte, mit 5:4. Sasse lag gegen Kevin Qu bereits mit 1:2-Sätzen hinten, holte sich zwar den vierten, doch begann den letzten Satz erneut mit 0:3 nach Punkten.

Christoph Sasse holt Punkt für Punkt auf

Wohl und Wehe einer ganzen Saison komprimierten sich nun in wenigen Ballwechseln. "Christoph ist ein Spieler, der mit viel Druck sehr gut umgehen kann", charakterisierte Günzel seinen Teamkollegen. Und tatsächlich: Sasse holte im fünften Satz Punkt für Punkt auf und gewann den entscheidenden Durchgang schließlich mit 11:7. Wie Michalik und Günzel verbuchte er zwei Einzelsiege.

"Wir haben uns natürlich riesig über den Sieg gefreut", berichtete Günzel, der zuletzt wegen seines Lehramtsreferendariats in Donauwörth so gut wie gar nicht trainieren konnte. "Manchmal ist es im Tischtennis nicht verkehrt, wenn man mal etwas Abstand davon bekommt."

Nun haben seine Etwashäuser noch zwei Heimspiele gegen die Spitzenteams Windsbach am 2. April und Hilpoltstein II am 9. April (beide um 14 Uhr in der Florian-Geyer-Halle).