Handball, Landesliga Nord Frauen
TV Marktsteft – HSG Mainfranken

(Samstag, 5. Februar, 18.30 Uhr, Mehrzweckhalle)

Die Corona-Pandemie hat auch den Spielplan der Handballerinnen der HSG Mainfranken in der Landesliga Nord gehörig durcheinander gewirbelt. Erst drei Partien haben die Frauen um Trainerin Steffi Placht in der seit Anfang Oktober laufenden Runde absolviert. Zuletzt ging es für sie am 6. November, vor fast genau drei Monaten, um Punkte. Der Gegner damals in heimischer Halle war der TV Marktsteft, den die HSG mit 29:23 bezwingen konnte.

Gegen die Marktstefterinnen steht nun der Wiederbeginn an diesem Samstag (18.30 Uhr) auf dem Plan. Mit einigen Sorgen blickt die Trainerin im Vorfeld auf das Landkreisderby der beiden am höchsten spielenden Handball-Mannschaften bei den Frauen.

Unsicher, wer bei den Gästen spielt

"Die ganze Situation ist etwas komisch", sagt Placht im Vorfeld. Sie müsse erst einmal abwarten, wer denn überhaupt spielen könne. Sie habe manche Spielerin, die möglicherweise als Kontaktpersonen gelte oder sich sogar selbst angesteckt haben könnte, und deswegen für Samstag wohl ausfalle.

Die erfahrene HSG-Trainerin kritisiert den Bayerischen Handball-Verband, der ab Ende Januar wieder Spiele ansetzte. Zu früh angesichts der aktuellen Pandemie-Lage, findet sie. "Ich hätte mir gewünscht, dass man mit dem Wiederbeginn bis zum 1. März wartet. Bis Mitte Mai wäre genug Zeit gewesen, um die Spiele durchzuziehen."

In der laufenden Saison wollte Steffi Placht mit ihrer Mannschaft eigentlich vorne mitmischen in der Landesliga. Bis Mitte November hatte die HSG mit zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage einen ganz guten Start hingelegt. Mit der HSG Fichtelgebirge zog allerdings einer der bezwungenen Gegner dann zurück, das Ergebnis wurde aus der Wertung genommen, wodurch nur drei absolvierte Partien übrig blieben, und in der Liga folgte eine lange Zwangspause. "Das war schade, denn wir waren zu dem Zeitpunkt richtig gut drauf", blickt Placht zurück.

Keine Testspiele in der Vorbereitung

Es folgten Wochen und Monate, in denen die Mannschaft zumindest trainieren konnte, auch zuletzt. Auf Testspiele verzichtete die HSG allerdings, das erschien den Verantwortlichen zu riskant. "Ich verstehe meine Spielerinnen, sie stehen in Beruf und Studium, haben eine Familie und wollen sich schützen. Wenn eine sagt, ich spiele nicht, es ist mir zu gefährlich, was will ich machen." So schildert die Trainerin die für sie und für andere ihres Fachs derzeit schwierige Situation.

Das Lokalderby am Samstag in Marktsteft werde stattfinden, davon gehe sie aus, sagt Placht, zumal die zweite Mannschaft der HSG an diesem Wochenende spielfrei sei. Auch wenn die Vorzeichen für ihre Mannschaft eben nicht gerade gut sind: "Das kriegen wir schon hin, auch wenn wir bestimmt nicht in Bestbesetzung sein werden", blickt sie voraus.

Die Gastgeberinnen beendeten ihre Spielpause bereits eine Woche zuvor erfolgreich mit einem knappen Sieg in Forchheim . Das könne natürlich ein Vorteil sein, müsse es aber nicht, meint Placht. Schließlich hätten solche Duelle bekanntlich ihre eigenen Gesetze.

Maximal 150 Zuschauer, was 50 Prozent der Hallenkapazität entspricht, sind zugelassen. Für sie gilt die aktuelle 2G-plus-Regel sowie in der Halle eine FFP2-Maskenpflicht, auch auf dem Sitzplatz.