Der Sportabzeichenwettbewerb lebt von den Funktionären in den Vereinen, die dem Bayerischen Landessportverband (BLSV) angehören und im Besonderen von den Sportabzeichenprüfern. Deswegen lobte Birgit Hofmann, Sportabzeichenreferentin im BLSV-Kreis Kitzingen, bei der Fortbildungsveranstaltung in Schwarzach: „Die Sportabzeichenprüfer halten unseren Sportabzeichenwettbewerb mit ihrem Engagement am Laufen.“ In die gleiche Kerbe schlug BLSV-Kreisvorsitzender Josef Scheller, der ins Feld führte, dass viele Vereine ohne die leidenschaftlichen Prüfer oft alt aussehen würden.

Wie Birgit Hofmann bilanzierte, ist die Gesamtzahl der Sportabzeichen mit 1 483 im Landkreis Kitzingen – wie schon seit einer Dekade – auch im vergangenen Jahr rückläufig gewesen. Doch gelte es zu bedenken, dass es das bayerische Sportleistungsabzeichen erstmals nicht mehr gab. In diesem Kontext erscheint die Bilanz in einem besseren Licht und unter der Berücksichtigung anderer Faktoren habe sich der Kreis bei den Sportabzeichen leicht im Plus bewegt.

Damit belegt der BLSV-Kreis Kitzingen den sechsten Platz in Unterfranken. An der deutschlandweiten „Olympiade des kleinen Mannes“ beteiligten sich im Kreis Kinder und Erwachsenen von 13 Schulen, 14 Vereinen und vier Gruppierungen. „Nur Fußball ist heutzutage out“, erklärte Josef Scheller und rief die vielen Hobbysportler wie Fußballer und Handballer dazu auf, sich dem Sportabzeichenwettbewerb nicht zu verschließen.

Der TV Segnitz war lange Jahre Abonnementssieger in der Kategorie Vereine, doch heuer durfte Karin Bischoff nur die Urkunde für Platz zwei entgegen nehmen. Die Segnitzer überzeugten zwar weiterhin mit der Spitzenposition von 71 Sportabzeichen. Doch die Ausschreibung für den Wettbewerb 2013 wurde geändert. Statt der absoluten Zahl galt jetzt die prozentuale Quote von Sportabzeichen zur Mitgliederzahl im Verein. Deshalb siegte erstmals der Judoclub Dettelbach, für den Monika Leirich die Siegerurkunde in Empfang nahm. Platz drei belegte der TV Großlangheim. Unter den Institutionen oder Gruppierungen lag der Kitzinger Stadtverband für Leibesübungen vorne, gefolgt von der Volkacher Ferienpassaktion und der Sportgruppe der Sparkasse Kitzingen.

Ihre Spitzenposition unter den Schulen in Unterfranken (201 bis 400 Schüler) verteidigte die Karl-Heinz-Spielmann-Volksschule Iphofen, während die Mittelschule Volkach auf Rang sechs abschnitt. „Der heutige Spitzenreiter ist Helmut Ott von der Turngemeinde Kitzingen“, verkündete Josef Scheller bei der Ehrung von Personen, die ein „Rundes“ beim Bayerischen Sportleistungsabzeichen abgelegt hätten und schon mindestens 25 Jahre beim Deutschen Sportabzeichen dabei sind. Helmut Ott ist schon 40 Jahre als Sportler und Prüfer im Sportabzeichenwettbewerb aktiv und konnte sich viel Applaus sicher sein. Als weitere Stützen des Wettbewerbs im Kreis ehrte Josef Scheller noch: 35 Jahre: Ulrike Bank (SG Sparkasse) und Siegfried Schmiedel (TSV/DJK Wiesentheid); 30 Jahre: Klaus Reingruber (SV Kirchschönbach) und Theo Schäfer (TG Kitzingen); 25 Jahre: Margarete Schneider (Kitzingen), Ludwig Hölzlberger (SV/DJK Schwarzenau), Alfons Saugel (SV Kirchschönbach), Bert Wohlfarth (TSV Prosselsheim).

Birgit Hofmann erläuterte Änderungen im Leistungskatalog und gab bekannt, dass es heuer nur einen Sportabzeichen-Schwimmtag am 21. September in Iphofen geben werde. Abschließend warb Josef Scheller um möglichst viele Freiwillige, die sich als Helfer zur Verfügung stellen, wenn am 10. Juli in Iphofen die Großveranstaltung „Franken aktiv“ durchgeführt wird.