DONNERSTAG

Beim Fußball-Landesligisten Bayern Kitzingen tut sich was. Speziell auf der Position zwischen den Pfosten. Das begann schon mit der Verpflichtung eines Torwarttrainers. Der fehlte den Kitzingern in den vergangenen zwei Jahren. Mit Timo Katzenberger wurde ein Fachmann verpflichtet, der als Aktiver einige Jahre den Landesliga-Kasten der TG Höchberg hütete.

Während andere Vereine über die Qualität ihrer Schlussleute klagen, verfügen die Bayern in dieser Saison neben der Qualität auch über die Quantität. Mit Mario Bodendörfer (20), Florian Nöth (22) und Malte Schulze-Happe (33) gibt Katzenberger seine Erfahrung an Fachleute weiter, die schon ihre Klasse bewiesen haben. Nöth wurde mit Rimpar Bezirksoberliga-Meister und ärgerte sich, weil sein Verein mit Stefan Kunze vom Würzburger FV einen Torwart verpflichtete, ohne Nöth zu informieren. Schulze-Happe hütete schon in der Regionalliga Nord bei Paderborn und Arminia Bielefeld II den Kasten, und Bodendörfer hat in der vergangenen Saison bei den Bayern bewiesen, was er kann.

Der Student der Wirtschaftswissenschaften war es auch, der mit seinem Plan, ab August ein Auslandssemester in Bergen/Norwegen einzulegen, die Torwartrochade bei den Kitzingern auslöste. Mit Nöth war sich der neue sportliche Leiter Burkhard Straßberger bald einig. Schulze-Happes Wechsel liegt in Straßbergers Verwandtschaft begründet. Der Torwart trainierte in Eibelstadt mit, weil er ein Bekannter von FC-Spieler Michael Wegmann ist, wollte aber nach dem FC-Abstieg nicht in der Kreisliga spielen und sich auch nicht zwischen die zwei Eibelstadter Torleute drängen. Also erkundigte er sich bei seinem dortigen Trainer Charly Zehnder nach einer Alternative. Weil er in die „Landesliga“ wollte, hat er sich über den Umweg Erwin Klafke (Trainer der Bayern-Zweiten) bei Burkhard Straßberger vorgestellt, Zehnders Schwager. Ein Probetraining in Kitzingen verlief positiv. Die Verpflichtung war perfekt.

Bei der Qualität des Torwart-Trios könnte Kitzingens Trainer-Duo Thorsten Götzelmann und Wolfgang Schneider nach der Winterpause vor einem Luxus-Problem stehen. Soweit will Burkhard Straßberger aber noch nicht denken. Und Mario Bodendörfer hat keine Angst vor dem Konkurrenzkampf. „Der kann nur das Geschäft beleben!“