SG Kitzingen/Mainbernheim - SpVgg Giebelstadt 24:23 (12:12).

Die Vorzeichen auf den letztendlichen Sieg standen allerdings nicht so gut, fehlten doch zum wiederholten Male einige wichtige Akteure und die Personaldecke der SG Kitzingen/Mainbernheim war nur sehr dünn. Lediglich zwei Auswechselspieler standen zur Verfügung. Somit sollte der Ausgang der Partie auch eine Frage der Kraft und Kondition sein.

Der Druck, endlich wieder gewinnen zu müssen, schien die Hausherren anfangs noch zu lähmen. Die Gäste erwischten den besseren Start und gingen schnell mit 3:0 in Front und zeigten, dass sie nicht gewillt waren, die Punkte kampflos herzugeben.


SG dreht die Begegnung

Bis zum 8:5 Mitte der ersten Halbzeit konnten sie ihren Vorsprung behaupten, doch dann begann die beste Phase der Spielgemeinschaft im ersten Spielabschnitt. Die Abwehr hatte sich nun gefunden und stand sicher und kompakt. Sie zwang die Gäste immer häufiger zu Fehlern. Da auch die bis dahin schwache Wurfquote wesentlich besser wurde, konnte die SG die Partie innerhalb weniger Minuten drehen und wandelte den Rückstand in eine Zwei-Tore-Führung um (10:8). Aber es schlichen sich wieder einige Unkonzentriertheiten im Abschluss ein, die die Gäste zum 12:12-Ausgleich ausnutzten.

Für reichlich Spannung im zweiten Spielabschnitt war gesorgt. Es sollte bis zum Schluss ein wahrer Handball-Krimi werden. Die SG verschlief auch nach Wiederbeginn den Start und sah sich schnell mit zwei Toren im Hintertreffen. Doch Einsatz und Wille stimmten. Sie stemmte sich mit aller Kraft gegen eine drohende Niederlage. Beim 16:16 glichen die Hausherren erneut aus, führten, konnten aber keine eine vorzeitige Entscheidung herbeiführen. Im Gegenteil: Durch einige Undiszipliniertheiten und daraus resultierenden Zeitstrafen schwächten sich die SG-ler selbst und brachten die Giebelstädter wieder ins Spiel. Der Partie drohte eine erneute Kehrtwende. Die Kräfte beider Mannschaften ließen spürbar nach. Die SG Kitzingen/Mainbernheim zeigte zum Ende hin mehr Biss und hatte mit Keeper Erik Großmann den besseren Rückhalt auf ihrer Seite.

Als Michael Burger zwei Minuten vor Abpfiff den Treffer zum 24:22 erzielte, schien das die Entscheidung. Doch Giebelstadt traf postwendend zum 23:24. Zehn Sekunden vor Schluss kam der Gast noch einmal in Ballbesitz. Die Kitzinger kämpften mit aller Macht und brachten den Erfolg glücklich, aber verdient über die Zeit.

"Wir wollten heute unbedingt gewinnen. Leider konnten wir wieder nicht in voller Besetzung antreten, doch das hat uns heute nur noch mehr angespornt. Die Jungs haben einen tollen Einsatz und Willen gezeigt und sich am Ende auch belohnt. So langsam setzen sie auch immer besser das Trainierte um und entwickeln sich Stück für Stück weiter", lobte ein zufriedener und glücklicher Sportchef Georg Kränzler seine Schützlinge nach dem Spiel.


SG Kitzingen/Mainbernheim:

Erik Großmann, Johannes Seelig - Michael Burger 3, Markus Reinhart, Patrick Hoffmann 2, Kevin Kunst 3, PetrickKräutner 4/2, Alexander Kräutner 6/2, Timo Albrecht 5, Daniel Höhn 1, Robert Jakob.