Hinge ein Stimmungsbarometer am Platz von Bayern Kitzingen, die Zeiger stünden gerade in der Mitte: auf gut. Das Klima hat sich etwas eingetrübt nach drei Wochen der Vorbereitung auf die neue Spielzeit in der Landesliga. Dass es vierzehn Tage vor Saisonbeginn nicht zum stabilen Hoch reicht, hat mit hausgemachten Stürmen eher weniger zu tun. Sieben angeschlagene oder verletzte Spieler hat Frank Wettengel derzeit zu beklagen, jeder von ihnen ein kleines Tiefdruckgebiet, das aus der „Superstimmung nur noch gute Stimmung“ werden lässt, wie der neue Trainer dieser Tage sagt.

Die Maladen rühren zum Großteil noch aus der vergangenen Runde, als die Bayern lange Zeit gegen ihren Abstieg aus der Landesliga ankämpften. Wettengel will es besser machen. Wie weit seine Mannschaft in diesem Bemühen schon ist, kann er an diesem Samstag besichtigen, wenn es in der ersten Qualifikationsrunde zum Verbandspokal gegen den FC Sand geht (Anpfiff: 17 Uhr). „Die Beine unserer Spieler“, sagt Wettengel, „werden ein bisschen schwer sein.“ Fünfmal Training die Woche, dazu drei Spiele binnen vier Tagen zehren spürbar an den Kräften, aber wer fit sein will bis zum Eröffnungsspiel am 15. Juli, muss leiden. Das Tröstliche ist: Dem Gegner dieses Wochenendes dürfte es ebenso gehen.

Wettengel sieht den Auftritt seiner Schützlinge als „Test mit gutem Wettkampfcharakter“. Man habe die vergangenen Tage „viel für die Grundlagen“ getan, also Kondition und Ausdauer, aber immer mit Ball. Jetzt gehe es darum, Schnelligkeit und Spritzigkeit zu gewinnen, Taktikschulung inklusive. Fünfzehn Mann waren dazu in der Regel am Bayernplatz versammelt. Hat die Saison erst mal begonnen, will Wettengel einen Kader von 22 bis 24 Spielern für die erste Mannschaft beisammen haben. „Mit dem Besten, was wir derzeit haben“, wolle er den Testlauf gegen Sand bestreiten, aber nicht im Hurrastil. „Das ist ein Bayernligist, das heißt, wir werden da sicher nicht blindlings ins Verderben rennen.“