Mit einem deutlicher als erwartet ausgefallenen 6:2-Sieg im Lokalderby gegen Kitzingen II starteten die Prichsenstädter in die neue Schach-Saison in der Unterfrankenliga. Dabei zeichneten sich schon nach den ersten Zügen an zwei Brettern deutliche Vorteile für die Gastgeber ab.

Helmut Lindner überlistete an Brett 8 seinen Gegner Fabian Link bereits in der Eröffnung und Material gewinnen. Zwar versuchte Link mit weiteren Opfern einen Königsangriff zu erlangen, aber Lindner verteidigte sich genau und verwertete den Materialvorteil humorlos. An Brett 3 verlor Hans Nußbaumer erstmals nach über zwei Jahren wieder eine Ligapartie, indem er übersah, dass er bei einer Abwicklung einen Figur verliert. Trotz aller Versuche war dieser Nachteil zu groß und so musste er Tobias Löser bald die Hand zur Aufgabe reichen.

Kurz vor der Zeitnotkontrolle reichte Prichsenstadt dann innerhalb weniger Minuten drei Siege nach und entschied die Begegnung. Kai Müller lehnte zunächst aufgrund des ungünstigen Mannschaftsspielstandes eine Remisangebot von Werner Klüber ab, wurde dann jedoch ausgekontert. Wolfgang Schmitz konnte trotz einiger Tempoverluste in der Eröffnung gegen das Kitzinger Jungtalent Markus Sendner einen großen Raumvorteil am Königsflügel erringen, den er dann für einen Mattangriff nutzte.

Für das entscheidende 5:0 sorgte Spitzenspieler Michael Ziegler. Bereits in der Eröffnung erreichte er einen strategischen Vorteil, da Ingolf Gernert einen wichtigen Verteidigungsläufer abtauschte. Nachdem er Gernerts Gegenangriff abgewehrt hatte, gab dieser auf. Nachdem der Sieg feststand, einigten sich Richard Hilgert und Florian Degering nach einer ausgeglichen Partie auf remis. Thomas Steinhauser war zwar über lange Strecken seiner Partie in Vorteil, konnte aber die zähe und einfallsreiche Verteidigung von Thomas Gebauer nicht durchdringen. Nachdem Gebauer auch noch die Zeitnotphase überlebt hatte, wurde auch hier Frieden geschlossen.

Die Ehre der Kitzinger Nachwuchsspieler rettete Tobias Volkamer mit seinem Sieg über Dieter Krenz. Er schaffte es, aus einer vermeintlich ausgeglichen Stellung noch einen gefährlichen Angriff zu zaubern.

Unterfrankenliga
 
SpVgg Stetten – SV Würzburg II 3,5 : 4,5  
SC Prichsenstadt – SC Kitzingen II 6,0 : 2,0  
Schweinheim – Schweinheim II 4,0 : 4,0  
SK Mainaschaff – SC Obernau 5,0 : 3,0  
SK Schweinfurt II – Schachfreunde Sailauf 5,0 : 3,0