Kaum Grund zu klagen nach einem äußerst gelungenen Saisonstart haben die Handballer des TSV Rödelsee mit ihrem Spielertrainer Radovan Suchy. Sie stehen in der dritten Liga derzeit an dritter Stelle und damit in unerwarteten Höhen. Der 38 Jahre alte Slowake würde die Positivserie an diesem Sonntag beim Tabellenvorletzten TSV Neuhausen/Filder nur allzu gern fortsetzen. „Wir haben einen kleinen Lauf. Wir müssen ihn ausnutzen, solange es geht. Es kommen irgendwann auch andere Zeiten.“

Natürlich genießt Suchy den Höhenflug, Grund zum Abheben sieht er allerdings nicht. „Wir haben zwölf Punkte. Die sind immer noch gegen den Klassenerhalt, der nach wie vor unser Ziel ist“, sagt er. Dabei stehen die Chancen, das Punktekonto dieses Wochenende weiter zu füllen, nicht schlecht. Der Neuling aus dem Großraum Stuttgart durfte in dieser Runde erst einen einzigen Sieg bejubeln und verlor zuletzt gegen Kornwestheim (30:35). Von einer leichten Aufgabe geht Rödelsees Trainer deshalb aber nicht aus. „So einfach wird das nicht, sie haben das Messer am Hals, sie werden alles tun, um gegen uns zu gewinnen“, sagt Suchy und rechnet dort mit einiger Gegenwehr. Ein Erfolg sei dennoch machbar, „wenn wir so konzentriert weiterspielen wie zuletzt“.

In den vergangenen Wochen gefiel Suchy einiges, was sein TSV so zeigte. „Wir haben mit die meisten Tore der Liga geworfen und in Bostjan Hribar den besten Torschützen. Es gibt dennoch immer ein paar Kleinigkeiten, die wir verbessern müssen“, sagt er. Dabei hat Suchy die Abstimmung in der Abwehr auf dem Zettel – oder Varianten im Angriff, wenn Hribar vom Gegner offensiv gedeckt wird. Ob es Torwart Thomas Paul ist, der Angriff, oder manch anderer Spieler, die Entwicklung beim TSV gefällt dem Trainer. „Thomas hat wieder eine wahnsinnige Leistung gezeigt. Im Angriff spielt für mich auch Rok Ivancic eine klasse Saison – er bereitet vieles vor und ist sehr wertvoll für uns“, sagt er über den zweiten slowenischen Rückraumakteur.

Hinter diesen kommt Dennis Orf so langsam in Form. Er ist nach seinem Achillessehnenriss beinahe wieder bei einhundert Prozent. „Er bekommt mehr und mehr Spielzeit, in der Abwehr hat er schon gezeigt, dass er wertvoll für uns ist. Im Angriff ist er noch nicht ganz so weit“, sagt der Trainer über den Neuzugang. Vor der Partie in Neuhausen wird Radovan Suchy mit seinem Bruder Dusan wie-der genau die Spielweise des Gegners per Video analysieren, um auf wunde Punkte des Konkurrenten zu stoßen. Bisher hat die Mannschaft eine sehr gute Einstellung gezeigt und die Vorgaben des Brüderpaares optimal umgesetzt. Ein erneuter Erfolg würde ins Konzept passen. Denn am Wochenende darauf dürfen die Rödelseer erst mal durchatmen. Nächste Partie ist am 9. November gegen Kronau/Östringen II.