Von ihrem nächsten Gegner aus dem Heilbronner Ortsteil Horkheim würden sich die Handballspieler des TSV Rödelsee gerne etwas abschneiden. „Der Turn- und Sängerbund bleibt in fremden Hallen eine Macht für sich“, schreibt die vereinseigene Webseite voller Stolz über den 25:18-Erfolg zuletzt beim TSV Friedberg. Nur eines ihrer bisher acht Auswärtsspiele (in Konstanz) haben die Horkheimer verloren, aber gleich sieben Mal ist der Tabellenvierte als Sieger vom Parkett gegangen.

Das sieht bei Rödelseer gerade in der Fremde ernüchternder aus. Bei all seinen sieben Versuchen blieb der Aufsteiger in der Fremde punktlos. Auch der achte Anlauf dürfte nicht einfach werden, mag Horkheim daheim auch erst einmal gewonnen haben. Dabei musste der TSB bereits gegen die besten drei der Liga ran.

Die Rödelseer kommen zumindest mit etwas Rückenwind, nachdem sie zuletzt das wichtige Heimspiel gegen Zweibrücken deutlich gewonnen haben. „Auswärts muss alles passen, da musst du sogar noch ein paar Prozent besser sein, wenn du in dieser Klasse punkten willst“, wiederholt Trainer Dusan Suchy seine bisherigen Erfahrungen. Als Tabellenvierzehnter und damit Drittletzter braucht der TSV jeden Zähler.

Um in der dritten Liga zu bleiben, könne man sich nicht allein auf die Heimspiele verlassen. Suchy gab sich zuletzt zuversichtlich – „weil wir uns auch positiv entwickelt haben“. Man müsse sich realistische Ziele stecken, „sich auf jene Dinge konzentrieren, die machbar sind. Wir sind Aufsteiger, für uns ist jedes Spiel ein schweres Spiel“, lautet sein Credo vor dem abschließenden Duell der Vorrunde. Genügend Kraft sollte noch vorhanden sein, meint Linksaußen Andreas Paul. „Irgendein Wehwehchen“, sagt er, „hat wohl jeder von uns. Die Pause über Weihnachten nimmt man da natürlich gerne mit. Jetzt gilt unsere Konzentration noch mal dem Gegner. Warum soll dort nichts möglich sein?“