Groß war das Aufatmen beim TSV Rödelsee nach dem hart umkämpften Erfolg vergangenen Samstag in Rothenburg. „Ich hoffe, dass es die Wende war“, ließ etwa Kreisläufer Radovan Suchy mit Blick auf das Titelrennen der Handball-Bayernliga verlauten. Sein Mitspieler Vilo Vitkovic sah in dem Sieg einen „großen Schritt“ auf dem weiteren Weg, der möglichst zur Meisterschaft führen soll.

Der Slowake, eigentlich Spielertrainer der zweiten Garde in der Bezirksoberliga, lieferte nicht nur dank seiner vier Tore einen wichtigen Beitrag zum 25:21-Sieg, wenn er auch später mit Roter Karte vom Feld musste. Erstmals gehörte in Rothenburg auch wieder Jan-Patrick Weinhardt zum Team, den Trainer Dusan Suchy reaktiviert hat. Beim Gastspiel in Unterhaching vor einigen Wochen hatte Suchy zu seinem derzeit in München studierenden Schützling Kontakt aufgenommen. Der schmächtige Linkshänder sagte zu, weiter auszuhelfen, und kann in den restlichen Spielen als Alternative zu Rechtsaußen Gabor Csorba eingesetzt werden.

Zum Heimauftritt erwarten die Rödelseer an diesem Samstag den TB Roding, ein Team, das jenseits von Abstiegssorgen mit ausgeglichenem Punktestand in der Mitte der Tabelle liegt. Dass die Oberpfälzer aus dem Landkreis Cham ein unangenehmer Gegner sein können, musste erst vor kurzem der TSV Lohr erfahren. Rödelsees Kontrahent im Titelrennen kam vor zwei Wochen nicht über ein Remis gegen Roding hinweg.

Sechs Spieltage vor Schluss zählt für Rödelsee nur ein Sieg, um für den schweren Endspurt der Saison ein Punktepolster zu behalten. Vor dem Schlager in Lohr (13. April) warten noch ein Auswärtsspiel in Simbach und ein Heimspiel gegen Ottobeuren. In den zwei abschließenden Begegnungen geht es dann gegen Landshut und zum Lokalrivalen Waldbüttelbrunn.