Das Spiel zwischen dem Kreisliga-Absteiger TSV/DJK Wiesentheid II und dem Aufsteiger SG Rimbach/Lülsfeld hinterließ zwei unzufriedene Trainer. Sowohl Wiesentheids Thomas Weigand, als auch der mitspielende Rimbach/Lülsfelder Übungsleiter Simon Weidinger hatten sich mehr erhofft, als das, was nach 90 teilweise vom Wind verwehten Minuten heraus gekommen war.

Beide Mannschaften verbuchten je eine Halbzeit für sich, also ein gerechtes Resultat? Thomas Weigand überlegte kurz. „Aufgrund der zweiten Halbzeit müssen wir zufrieden sein. Wir hatten erst am Freitag ein schweres Spiel, man merkte schon in der Schlussphase, dass das einigen noch in den Beinen steckte“, kommentierte er. Kollege Weidingers Rimbacher hatten dagegen anfangs Probleme, dann aber den längeren Atem, weil sie am Feiertag pausieren durften.

Der 30-Jährige saß hinterher etwas zerknirscht am Boden, weil es für die SG im dritten Anlauf wieder nichts mit dem ersten Dreier wurde. „Mit den Unentschieden kommst du nicht weiter. Ich wollte hier gewinnen. Ich bin völlig unzufrieden, wir haben immer eine Halbzeit, die wir verpennen“, sprudelte es aus Weidinger heraus.

Diesmal schwächelte seine Elf in der ersten Halbzeit gegen die Wiesentheider Reservisten, die trotz sieben Veränderungen in der Aufstellung im Vergleich zur Partie 43 Stunden zuvor zunächst im Zusammenspiel Vorteile hatten. Die ständig wechselnde Besetzung, das Puzzlespiel aus den Reservisten der Ersten und seinem Grundkader, das ist Weigand gewohnt. Er sah anfangs, dass seine Mannen die Vorgaben gut umsetzten. Geduldig von hinten heraus spielen, über die Außen kommen, dann im rechten Moment ein Pass durch die Schnittstellen, so hatte er sich das vorgestellt.

Exakt nach diesem Muster erzielten die Gastgeber die Führung. Markus Popp hatte im Mittelfeld den Ball abgefangen, Steffen Kübler schaltete schnell und schickte Patrick Hartmann auf Außen. Dessen scharfe Hereingabe von der Grundlinie überraschte die Gäste anscheinend derart, dass Julian Herrmann den Ball beim Rettungsversuch unglücklich ins eigene Tor zum 1:0 (25.) grätschte.

Zwei Minuten später verpasste Patrick Hartmann nur knapp das zweite Tor, als er nach einem Steilpass am gut reagierenden SG-Torwart René Singer scheiterte.

Rimbach/Lülsfeld gab seine zaghafte Haltung erst gegen Ende der ersten Hälfte etwas auf. Spielertrainer Weidinger wurde zunächst gerade noch abgeblockt (39.). Dann hob Lukas Greulich einen Abpraller nach einem Freistoß übers Tor (45.). In der Szene verletzte sich Wiesentheids Torwart Wellmann, der in der Halbzeit ausgetauscht werden musste.

Im zweiten Abschnitt ließ Wiesentheid den nun agileren Gast zu sehr gewähren, reagierte meist nur noch. So lag der Ausgleich in der Luft und fiel prompt auch. Wieder war Markus Anger los gestartet, wurde aber zunächst auf Kosten eines Eckballs gebremst. Den dufte dann Marius Kowalka aber frei am langen Pfosten einköpfen, wobei Wiesentheids Torwart Daniel Wächter eine unglückliche Figur machte. In der Folge drängte Rimbach, jedoch zu ungestüm und in den Anspielen zu ungenau. Bei Wiesentheid schwanden die Kräfte sichtlich, Rimbach vermochte das allerdings nicht zu nutzen.

Diese „Kinderkrankheiten versucht SG-Spielertrainer Weidinger weiterhin, zu beseitigen. „Wir können mehr, als wir in den Spielen zeigen, bringen es aber fußballerisch einfach noch nicht auf den Platz.“

Sein Gegenüber Thomas Weigand freundet sich so langsam mit der Kreisklasse an. „Der Druck, wie in der Kreisliga ist weg, wir wissen, dass wir auch gewinnen können.“ Diesmal reichte es allerdings nicht.

Die Statistik zum Spiel

TSV/DJK Wiesentheid II – SG Rimbach/Lülsfeld 1:1 (1:0)

Wiesentheid: Eduard-Alin Wellmann (46. Daniel Wächter), Alexander Mahr (30. Waldemar Becker), Tobias Kapp, Sebastian Paul, Markus Zehner, Benjamin Schönberg (65. Benjamin Schönberg), Markus Popp, Steffen Kübler, Sven-Kevin Thormann, Mohamud Ahmed-Mohamed.

Rimbach/Lülsfeld: Rene Singer, Maximilian Baumann (78. Sebastian Heilmann), Julian Hermann, Daniel Saukel, Marius Kowalka (70. Johannes Lurz), Markus Anger, Lukas Greulich, Andreas Röding, Benjamin Anger, Simon Weidinger, Jürgen Scheder.,

Schiedsrichter: Klaus Krieger (

Zuschauer: 80.

Gelbe Karten: Zehner – Weidinger

Tore: 1:0 Julian Herrmann (25.), 1:1 Marius Kowalka (65.).

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