TV Etwashausen - SG Kitzingen/Mainbernheim 26:26 (13:15).

Sowohl die Etwashäuser (12. und Letzter) als auch die Spielgemeinschaft (SG) Kitzingen/Mainbernheim (10.) brauchten dringend die zwei Punkte, um ihre Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren. Letztlich mussten sich beide Teams aber nach einem ausgeglichenen Spiel mit einer gerechten Punkteteilung zufrieden geben.

Von Beginn an begegneten sich die beiden Rivalen auf Augenhöhe. Bis zum 6:6 nach zehn Minuten ging es rauf und runter. Keiner der Abstiegskandidaten konnte sich einen Vorteil erspielen. Nach gut einer Viertelstunde schafften es die Gäste erstmals, sich mit zwei Toren abzusetzen. In der Folgezeit nutzten sie weitere Nachlässigkeiten im Etwashäuser Spiel und bauten ihren Vorsprung bis zur 23.
Minute auf vier Tore aus (14:10).

Erst eine Auszeit von TVE-Trainer Willi Taborsky brachte die Hausherren wieder zurück auf die richtige Spur. Angetrieben von den starken Rückraumspielern Marcel Munoz und Benedikt Hanft konnten sie den Rückstand bis zur Pause wieder auf zwei Tore verkürzen und die Partie offen halten.

Nach Wiederanpfiff begannen die Gärtner wie die Feuerwehr. Innerhalb von nur 45 Sekunden glichen sie zum 15:15 aus und übernahmen die Kontrolle. Sie versuchten dem Spiel eine Wende zu geben. Als sie nach 36 Minuten in Überzahl erstmals eine Zwei-Tore-Führung herausgeworfen hatten, sah es auch danach aus.

Doch nun erwachte auch der Aufsteiger. Ein gut aufgelegter Alex Kräutner (neun Tore) übernahm viel Verantwortung und trieb seine Mitspieler an. Beide Kontrahenten zeigten nun phasenweise sehr guten Angriffshandball und erzielten schön heraus gespielte Tore. Zehn Minuten vor dem Ende hatte die Spielgemeinschaft in doppelter Überzahl die Chance, sich wieder einen Vorteil zu erspielen. Sie nutzte diese nur bedingt (24:22), konnte aber keine Vorentscheidung herbeiführen.

Das Kämpferherz auf beiden Seiten ließ das Spiel bis zu Schluss auf das Messers Schneide stehen. 40 Sekunden vor dem Abpfiff glich Benno Gattenlöhner für den Letzten zum 26:26 aus. Gäste-Coach Georg Kränzler, der die Mannschaft auf jeden Fall bis zum Ende der Saison betreuen wird, nahm noch einmal eine Auszeit, um die letzte Siegchance taktisch zu besprechen. Seine Mannen konnten sich auch tatsächlich eine gute Abschlussposition erspielen, scheiterten aber Augenblicke vor der Schlusssirene gleich zwei Mal am gut parierenden TVE-Torhüter Simon Dornberger. Damit war das Remis besiegelt und hilft wohl eher dem Aufsteiger im Kampf um den Klassenerhalt. Der Landesliga-Absteiger und Schlusslicht hat nur noch theoretische Chancen und muss nun langsam wohl für die Bezirksliga planen.

Dementsprechend enttäuscht zeigte sich TVE-Trainer Taborsky und schätzte die Situation realistisch ein: "Der eine Punkt ist für uns zu wenig, auch wenn es nach dem letzten Angriff doch ein gewonnener ist. Wir mussten unbedingt gewinnen. Am Ende war sicher die Unerfahrenheit meiner Mannschaft mit ausschlaggebend, das es nicht zu mehr gereicht hat. Gerade in der ersten Hälfte haben wir zu viele einfache Tore kassiert."

Sein Gegenüber Georg Kränzler war nach dem Spiel hin und hergerissen: "Wir hatten die Chance, mit der letzten Aktion das Spiel zu gewinnen. Das Unentschieden geht aber in Ordnung. Beide Seiten hätten heute gewinnen können. Wir hatten in der ersten Halbzeit die Nase vorn, haben es aber versäumt den Sack frühzeitig zuzumachen. In der zweiten Hälfte war dann alles offen. Wir hatten auch heute wieder einige schwächere Phasen dabei, aber mein Team hat sich da wieder stark herausgezogen."

In Bezug auf den Klassenerhalt ist er weiter optimistisch: "Wenn wir so weiter spielen, werden wir unsere Punkte holen. Wir haben unsere direkten Konkurrenten alle noch daheim und somit eine gute Ausgangsposition."
Am kommenden Samstag stehen für beide Mannschaften die nächsten Derbys an. Für den TVE geht es gegen die Bayernliga-Reserve des TSV Rödelsee. Die SG Kitzingen/Mainbernheim empfängt den TabellenAchten Ochsenfurt.