Landesliga Nord Frauen
 
SV Weinberg II – Kickers Aschaffenburg 3:0  
SV Reitsch – TSV Frickenhausen 2:3  
TV Nabburg – SV Frensdorf 2:0  
FC Pegnitz – 1. FC Nürnberg II 0:2  
FV Obereichstätt – Schwabthaler SV 2:0  
SV Leerstetten – Dettelbach und Ortsteile 3:0  
 
1. (1.) SV Leerstetten 8 7 1 0 30 : 4 22  
2. (2.) 1. FC Nürnberg II 8 6 1 1 27 : 13 19  
3. (3.) TV Nabburg 8 5 2 1 17 : 7 17  
4. (4.) TSV Frickenhausen 8 5 1 2 20 : 10 16  
5. (5.) FV Obereichstätt 8 4 2 2 15 : 14 14  
6. (6.) FC Pegnitz 8 3 2 3 19 : 23 11  
7. (9.) SV Weinberg II 8 3 1 4 12 : 15 10  
8. (7.) SV Frensdorf 8 2 3 3 13 : 12 9  
9. (8.) SV Reitsch 8 3 0 5 13 : 16 9  
10. (10.) Schwabthaler SV 8 1 1 6 7 : 24 4  
11. (11.) Kickers Aschaffenburg 8 0 2 6 8 : 21 2  
12. (12.) Dettelbach und Ortsteile 8 0 2 6 6 : 28 2  

SV Reitsch – TSV Frickenhausen 2:3 (1:2). Spiele in Reitsch haben für den Gegner meist ihren besonderen Reiz. Ihn erwartet in der oberfränkischen 700-Seelen-Gemeinde ein Team, das sich selbst gerne als kampfstark oder couragiert stilisiert und dabei schon mal den Boden des Fußball-Grundgesetzes verlässt. Vor einem Jahr sah Frickenhausens damalige Spielertrainerin Anika Höß die Fairness in Reitsch mit Füßen getreten. „So möchte ich kein Spiel gewinnen“, klagte sie. Ihre Mannschaft verlor 1:3. Und diesmal? Setzte sich Frickenhausen knapp mit 3:2 durch, aber die Partie kam in der Spätphase erneut nicht ohne Eskapaden aus.

Wie Frickenhausens Dietmar Werner berichtete, war es der vermeintliche Ausgleich zum 3:3, der Publikum und Mannschaft elektrisierte. Begonnen hatte die aufsehenerregende Sequenz mit einem Strafstoß: Der Ball prallte vom Pfosten ins Feld zurück, die Reitscher Spielerin versenkte ihn im zweiten Versuch, und der Schiedsrichter gab den Treffer wegen Abseits nicht. Es kam zu „Turbulenzen“, wie Werner sagte. Doch es blieb beim 2:3, herausgeschossen Augenblicke zuvor von Manuela Schlör.

Sie hatte in der 85. Minute mit einem Schuss aus gut sechzehn Metern getroffen, fast vom Anstoß weg, nachdem Reitsch in der 84. Minute das 2:2 gelungen war. Das Konzept der Gastgeberinnen wäre somit beinahe aufgegangen. „Mit ihrer kampfbetonten Spielweise haben sie uns den Schneid abgekauft und uns aus dem Konzept gebracht“, erzählte Werner.

Frickenhausen gelang es zwar, den Rückstand in einen 2:1-Vorsprung zu wandeln und am Ende einen „dreckigen Sieg“ zu landen, aber überzeugen konnte die Mannschaft ihren Trainer Gernot Haubenthal nicht. Der sieht das Saisonziel in Gefahr und deshalb Redebedarf. Für Mittwochabend hat er die Spielerinnen zu einer Generalaussprache gebeten. Auf eine mögliche Reaktion der Mannschaft wird er aber noch ein Weilchen warten müssen. Am Wochenende ist erst einmal Spielpause.

Tore: 1:0 Kristin Rebhan (15.), 1:1 Sandra Abersfelder (19.), 1:2 Manuela Schlör (28.), 2:2 Vanessa Rose (84.), 2:3 Manuela Schlör (85.).

SV Leerstetten – Dettelbach und Ortsteile 3:0 (1:0). Kaum einer hatte erwartet, dass Dettelbachs Pechsträhne ausgerechnet beim Tabellenführer enden würde. Es war ein Auftritt, der sich nahtlos in die Vorstellungen der ersten Saisonwochen einreihte: nicht richtig schlecht, aber halt auch nicht gut genug, um mal einen Sieg zu landen.

Dem Dettelbacher Spiel merkte man an, dass die Abwehr wieder mit den vertrauten Kräften bestückt war, deren Wirkung zuletzt durch Verletzungen arg gelitten hatten. Diesmal krankte es eher in der Offensive, wo durch den Ausfall Kerstin Maiers ein elektrisierender Pol fehlte. So suchte der Außenseiter sein Glück zunächst in einer starken Deckung, in der Julia Jarausch eine Sonderrolle zukam: Sie hatte die Ehre, sich Leerstettens Torgarantin Katharina Grießemer anzunehmen – und sie leistete sich dabei kaum Schwächen.

Die erste gute Chance dieses Spiels gehörte Dettelbach: Ein Freistoß Sandra Winklers aus fast vierzig Metern segelte vors Tor, wo Sandra Henig den Ball verlängerte und Leerstettens Torhüterin ihn um den Pfosten lenkte. Kurz vor der Pause wurde die Heimelf ihrer Favoritenrolle mit dem 1:0 doch gerecht. Und als Grießemer nach gut einer Stunde und einer Steilvorlage in den freien Raum auf und davon war, gelang das 2:0. Spätestens da war die Entscheidung gefallen. Für eine Aufholjagd fehlten Dettelbach die offensiven Mittel. Noch drei Versuche bleiben der Mannschaft in der Hinrunde, um einen Sieg und den Anschluss zu schaffen.

Tore: 1:0 Sabrina Brey (41., nach Steilvorla-ge die Torhüterin ausgespielt), 2:0 Katharina Grießemer (64., Schuss aus 16 Metern nach einem langen Pass aus der eigenen Hälfte), 3:0 Sabrina Brey (84., direkter Freistoß aus 22 Metern).

Bezirksoberliga Frauen
 
FFC Bastheim/Burgwallbach – TSV Lohr 2:1  
Spfr. Herbstadt – FV Dingolshausen 1:4  
ETSV Würzburg III – FC Hopferstadt 4:0  
FC Schweinfurt 05 – VfR Stadt Bischofsheim 2:4  
 
1. (2.) VfR Stadt Bischofsheim 8 7 1 0 47 : 12 22  
2. (1.) FC Schweinfurt 05 9 7 0 2 39 : 18 21  
3. (3.) ETSV Würzburg III 9 7 0 2 32 : 12 21  
4. (4.) FV Dingolshausen 9 5 1 3 23 : 24 16  
5. (6.) FFC Bastheim/Burgwallbach 7 4 0 3 11 : 16 12  
6. (5.) FC Hopferstadt 6 3 2 1 16 : 8 11  
7. (7.) TSV Lohr 9 2 1 6 17 : 36 7  
8. (8.) TSV Prosselsheim 8 1 1 6 16 : 35 4  
9. (9.) Spfr. Herbstadt 8 0 1 7 10 : 27 1  
10. (10.) SV Albertshausen/KG 7 0 1 6 8 : 31 1  

ETSV Würzburg III – FC Hopferstadt 4:0 (3:0). Von den spielstarken Würzburgerinnen unter Druck gesetzt, sah sich Hopferstadt schon zur Halbzeit aussichtslos im Rückstand. Der ETSV spielte ball- und kombinationssicher aus der eigenen Abwehr heraus und nutzte vorn konsequent seine Chancen. Hopferstadt war da weit weniger effizient. Die einzigen zwei Gelegenheiten der ersten Hälfte ließen Nicole Wolf und Simone Barthel aus. In der zweiten Hälfte kam der FC besser ins Spiel, die Partie war nun ausgeglichener. Doch Julia Grimm vergab für die nun engagierten Gäste die beste Torchance.

Tore: 1:0 Tessa Krökel (2.), 2:0 Helena Moratin (35.), 3:0 Helena Moratin (43.), 4:0 Ina Stäcker (53.).