Der Kraftsportverein (KSV) Kitzingen drückt dem Gewichtheben in Unterfranken seinen Stempel auf. Die Heber des KSV stellten beim Ehrungsabend am Freitag den Großteil der geehrten Sportler und im Jugendbereich war der KSV gänzlich unter sich. Die Gastgeber in der Walter-Schneider-Sporthalle haben die einzige Bayernliga-Mannschaft in Unterfranken und stellten mit Armin Uhl den erfolgreichsten Einzel-Heber des vergangenen Jahres.

Armin Uhl sicherte sich in seinem letzten Junioren-Jahr den deutschen Meistertitel, gewann den Internationalen Alpen-Cup und holte sich die Titel als Frankenmeister und Bayerischer Meister. Er durfte aus den Händen des stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Karl-Heinz Schwenkert und des Präsidenten des Bayerischen Gewichtheber- und Kraftsportverbandes, Jürgen Schwarz, einen Bezirks-Ehrenpokal in Gold entgegen nehmen. Ebenfalls einen Ehrenpokal in Gold verdiente sich die Astheimerin Ulrike Zehner, die deutsche Meisterin der Frauen wurde und für den AC 82 Schweinfurt an die Hantel geht. Mit Karl-Heinz Schwenkert, Michael Fischer und Torsten Zehner hatte der KSV Kitzingen ein Trio in seinen Reihen, das bei Frankenmeisterschaften Titel errangen und bis hinauf zu Europameisterschaften einstellige Platzierungen schafften. Bei den „Senioren“ wurde Thomas Stöhr bayerischer Meister und Stefan Aßmann Vize-Landesmeister. Jeweils eine Auszeichnung in Bronze ging an die KSV-Amazone Nora Lautenbach als bayerische Vizemeisterin sowie die Jugendlichen Tobias Schürrer, Kevin Rüffer, Oliver Schweser. Eine Kategorie höher, eine Ehrung in Silber, ging an den süddeutschen „Vize“ Marcel Günter und den süddeutschen Meister Julian Henke.

Zur Bezirks-Jahreshauptversammlung konnte Vorsitzender Karl Härter auch den BGKV-Präsidenten Jürgen Schwarz, begrüßen. Schwarz betonte die fruchtbare Zusammenarbeit des BGKV mit den Unterfranken. Der Neumarkter informierte, dass der Verband neuerdings einen kleinen Wettbewerb in Bayern auf den Weg gebracht habe, um engagierte Jugendarbeit zusätzlich zu honorieren. Während die ersten drei Plätze an die Vereine aus oberpfälzischen Gewichtheber-Hochburgen gingen, sicherte sich der KSV Kitzingen auf Rang sechs den letzten Preisträger-Rang. „Die Kitzinger sind einer der Vereine, die viel für die Zukunft unserer Sportart tun“, sagte Jürgen Schwarz gegenüber dieser Zeitung.

Der Verbandspräsident hatte ein leichtes Amt als Wahlleiter, denn nahezu die komplette Führungsriege trat bei den Neuwahlen wieder an. In eine weitere Amtsperiode gingen Karl Härter (Euerbach) und Karl-Heinz Schwenkert (Zell), der in Personalunion als zweiter Vorsitzender und Kassier fungiert. Seine finanzielle Arbeit prüfen die Revisoren Hermann Meyer und Michael Fischer. Die Fachreferenten sind Thomas Stöhr (Kitzingen) für Gewichtheben und Janos Geerhardt (Randersacker) für Kraftdreikampf, Jugendwart ist Karl Jakob vom KSV Kitzingen. Als Kampfrichter-Obmänner wurden Klaus Höhn (Theilheim) für Kraftdreikampf und neu im Amt Thomas Walz (Scheinfurt) für Gewichtheben gewählt.

In den Tätigkeitsberichten strich Thomas Stöhr die Ligenreform des Bundesverbandes für die Gewichtheber heraus, als einziger Verein aus Unterfranken hält der KSV Kitzingen die Fahne Unterfrankens in der Bayernliga hoch. Gut habe sich die Einführung der Drei-Punkte-Regelung erwiesen. Karl Jakob listete zahlreiche Spitzenplätze und Titel der Gewichtheberjugend auf. Dabei war die Bilanz des KSV Kitzingen analog mit der des Bezirks, da die Auflistung ausnahmslos Schüler und Jugendliche des KSV auswies.

Janos Geerhardt hob hervor, dass die SG Randersacker die dienstälteste Mannschaft in der 1. Bundesliga Süd des Kraftdreikampfs bilde. Zudem tat sich Marcus Hofmeister hervor, der den Sprung in die Männer-Nationalmannschaft schaffte. „Leider fehlt es im Kraftdreikampf komplett am Nachwuchs“, sah Geerhardt düstere Zukunftsaussichten für den Kraftdreikampf