Zweieinhalb Stunden standen am Freitagabend die Spieler des TSV Gerbrunn II und des TSV Prosselsheim in ihrer Begegnung der 3. Tischtennis-Kreisliga Kitzingen an der Platte. Zweieinhalb Stunden, für die der ein oder andere Akteur womöglich seine persönliche Terminplanung kurzzeitig über den Haufen geworfen hatte. Der Spieltermin war nämlich ziemlich kurzfristig zustande gekommen. Über Monate war ein ganz anderes Datum im Kreisliga-Spielkalender gestanden. Für den Montagabend der vergangenen Woche war die Partie geplant. Dass die Mehrzweckhalle in Gerbrunn an diesem Datum aber bereits belegt war, war beim TSV bis zum Spieltermin noch keinem aufgefallen. Erst am Montagmorgen, einige Stunden bevor beide Teams eigentlich aufschlagen sollten, erreichte TSV-Mannschaftsführerin Tünde Borsos ihr Prosselsheimer Gegenüber Georg Adrow. Der zeigte sich als fairer Sportmann und stimmte einer kurzfristigen Verlegung sofort zu. Dabei hätte er auch ganz einfach die Verlegung ablehnen können und Prosselsheim hätte die Punkte auf seinem Konto gutgeschrieben bekommen. In der Tabelle wäre der Vierte aus Prosselsheim dem Dritten aus Gerbrunn somit ganz nah auf die Pelle gerückt. So aber wurde – dank der Prosselsheimer Fairness – der Vergleich an der Platte entschieden. Und dort hatte Gastgeber Gerbrunn mit 9:4 das bessere Ende für sich.

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