TSV Prosselsheim - SV Sickershausen 6:0 (1:0). Torfolge: 1:0 Lisa Uhl (4.), 2:0 Tanja Keller (58.), 3:0 Marion Deues (59.), 4:0 Tina Stark (64.), 5:0 Tanja Keller (86.), 6:0 Tina Stark (88.).

Einen anstrengenden Job hat die Trainerin des TSV Prosselsheim, Michaela Straub. Sie trainiert beide Frauenmannschaften. Dies ist bei den Heimspielen ein zeitliches Problem. "Weil die zweite Mannschaft nach der Ersten spielt, habe ich für sie etwas weniger Zeit, aber das ist für die in Ordnung."
Weil ein gut mitarbeitendes Team und Führungsspielerinnen gewisse Aufgaben übernehmen, gibt es keine Probleme, das zählt auch bei Auswärtsspielen, wenn beide Teams zeitgleich im Einsatz sind. So konnte sich Straub auch am Samstag erst einmal voll der Begegnung gegen den SV Sickershausen widmen. "In der ersten Halbzeit haben wir uns, trotz der Überlegenheit, schwer getan, weil Sickershausen sehr tief hinten stand. Ich habe dafür jedoch Verständnis, denn in ihrer Lage würde ich taktisch genauso spielen", konnte sich Straub nur über den Führungstreffer von Lisa Uhl freuen (4. min).
Die nächste Großchance hatte Eva Krieger in der 40. Minute, doch sie scheiterte an der starken Torhüterin der Gäste, Nicole Tratschke.

Prosselsheimer Doppelschlag


Zwei Minuten später hätte die Umstellung vom SVS-Coach Bastian Pfeifer, Ina Gerber über die Außenbahn kommen zu lassen, beinahe Erfolg gehabt. Die ehemalige Abwehrspielerin sorgte mit ihrer Schnelligkeit immer wieder für Aufregung in der TSV-Abwehr, ihre Hereingabe fand die einschussbereite Jessica Szablewski, die jedoch an Prosselsheims Torhüterin Conny Then scheiterte. Nach der Halbzeitpause sorgte ein Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten für die endgültige Entscheidung. Mit ihrem ersten Ballkontakt erhöhte die eingewechselte U17-Spielerin Tanja Keller auf 2:0 und ein Marion Deues-Freistoß aus 25 Meter schlug zum 3:0 im Gästetor ein.
Das Pfeifer-Team kämpfte unverdrossen weiter, musste jedoch noch die beiden Treffer der überragend spielenden Rückkehrerin Tina Stark und das zweite Tor von Keller hinnehmen. "Wir wollen schon vorne mitspielen, aber ohne Druck", so die Trainerin. Prosselsheim nehme es , wie es komme und versuche, seinen Fußball zu spielen und zu verbessern, um möglichst wieder nach oben zu kommen. "Die Spielfreude und der Zusammenhalt sind bei uns super. Alles andere kommt, wie es kommt", freut sich Straub über die Tabellenführung.
Sie will aber von einer Favoritenrolle noch nichts wissen.