Mit einem in dieser Höhe überraschend klaren 3,5:0,5 setzte sich Prichsenstadt im Pokalwettbewerb des unterfränkischen Schachverbandes gegen Bad Königshofen durch. Zwar musste Königshofen, das noch vor zwei Jahren bayrischer Mannschaftsmeister war, zuletzt ordentlich Federn beziehungsweise Spieler lassen, der Verein bot aber trotzdem immer noch zwei ehemalige unterfränkische Meister auf.

Die der Papierform nach härteste Nuss hatte Thomas Steinhauser an Brett 2 zu knacken. Er setzte seinen Gegner Gerd Jahrsdörfer schon von Beginn an unter Druck und verwandelte das Übergewicht dann Schritt für Schritt in eine 1:0-Führung für Prichsenstadt. Da es inzwischen auch an den anderen Brettern gut aussah, willigte Werner Klüber ins Remis ein.

Aufgrund der Besonderheiten des Pokalwettbewerbs (vordere Bretter werden bei 2:2-Gleichstand höher gewichtet) genügte am Spitzenbrett nun ein Unentschieden. Michael Ziegler hatte sich jedoch inzwischen leichte Vorteile erspielt, und entschied sich, auf den vollen Punkt zu spielen. Der mit dem Rücken zu Wand stehende Erhard Sternheimer fand in dem komplizierten Endspiel dann auch nicht mehr die besten Wege, um sich zu verteidigen. Somit machte Ziegler die Führung und den Einzug in die nächste Runde klar.

Die längste Partie des Tages spielte – wie so oft – Dieter Krenz. Obwohl das Ergebnis für das Weiterkommen nicht mehr von Bedeutung war, kämpfte Krenz über fünf Stunden und machte mit seinem Sieg das Debakel für Königshofen perfekt. Im Viertelfinale wartet nun der aufstrebende Schachclub aus Gerolzhofen. Obwohl sich Gerolzhofen zu Saisonbeginn durch zwei Neuzugänge aus Schweinfurt verstärkt hat, geht Prichsenstadt als deutlicher Favorit in die Begegnung.