Patrick Karl hat die Titelverteidigung über die 3000-m-Hindernis verpasst. Bei den deutschen U23-Meisterschaften in Leverkusen kam er hinter Sieger Lennart Mesecke (LG Nord Berlin/8:48,64) als Zweiter ins Ziel. Für den Ochsenfurter blieb die Uhr bei 8:54,91 Minuten stehen.

Trainer und Vater Klaus Karl war trotzdem sehr zufrieden. Schließlich konnte sein Sohn nach guter Januar-Form wegen einer Oberschenkel-Verletzung, die wohl durch eine Überlastung aufgebrochen ist, das ganze Jahr noch nicht richtig trainieren. Mehrwöchige Pausen und keine disziplin-spezifischen Übungseinheiten gaben den Ausschlag für die erwartete Niederlage. Schließlich ist der ein Jahr jüngere Mesecke (1997) einer der besten Nachwuchsläufer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Er hat auch als einziger die DLV-Norm (8:47) für die Europameisterschaft vom 13. bis 16. Juli 2017 in Bydgoszcz (Polen) geschafft. Dort will der Berliner eine neue Bestzeit anpeilen, die momentan bei 8:46,89 liegt.

Die europäischen Titelkämpfe waren auch der Grund, warum Patrick Karl an den Wettkämpfen in Leverkusen teilnahm. Für ihn bot sich dort die letzte Chance, sich ebenfalls zu qualifizieren. Auch wenn dies nicht gelungen ist, war Klaus Karl nicht enttäuscht: „Die Qualifikation wäre super gewesen. Unter den gegebenen Umständen war aber nicht mehr drin. Die ersten 2000 Meter hat Patrick gut mitgehalten. Dann hat die Kraft nachgelassen. Jetzt muss er seine Verletzung auskurieren und dann langsam wieder aufbauen“, erklärt der Trainer.