HaSpo Bayreuth II – SV Michelfeld 21:19 (10:7).

Erneut haderte Michelfelds diesmal wegen Problemen mit der Schulter zum Zuschauen verdammter Spielertrainer Maximilian Häckner nach dem Spiel mit dem Abschlussverhalten seiner Spieler: "Wir haben uns für unseren Aufwand wieder nicht belohnt. Wir haben uns viele Chancen heraus gespielt, aber viel zu viel verworfen." Vor allem in den Schlussminuten, als Christoph Mölter zum 19:19 noch einmal ausgeglichen hatte (57.), war das fatal. Zwei freie Würfe vom Kreis habe seine Mannschaft in der Phase vergeben, so Häckner. Das Spiel über ließ Michelfeld bei Gegenstößen oder Nachwürfen zu viele klare Gelegenheiten aus. "Wir sind in einer Phase, da machst du dir vielleicht zu viele Gedanken", meinte Häckner.

Von Beginn an hatten sich die Gäste gut auf die bekannt offensive Abwehrvariante Bayreuths eingestellt. Das Spiel war stets knapp, Michelfeld lag nie in Führung, blieb aber immer in Reichweite, was letztlich nichts nutzte. Mit nur einem Punkt aus fünf Spielen steht der SV in den folgenden Partien schon unter Zugzwang.

Michelfeld: Mölter 5, Henning 4, Olbrich 3, Möslein 2/1, Ochel 2, Faustmann 1, Jürgen Dennerlein 1, Schardt 1.

HSG Mainfranken – HSG Fichtelgebirge 33:21 (19:7).

Einen tadellosen Auftritt legten die Mainfranken-Frauen diesmal hin, sehr zur Freude von Trainerin Steffi Placht. Vor allem im Angriff sah sie eine ganz andere Leistung als eine Woche zuvor. Die Gastgeberinnen ließen sich auch nicht davon beeindrucken, dass mit Sonja Szabo und Laura Moser die beiden etatmäßigen Torhüterinnen verletzt ausfielen. Reserve-Torhüterin Stefanie Schuller vertrat sie glänzend. Der HSG-Express nahm nach ausgeglichenem Beginn (7:6, 12.) richtig Fahrt auf und zog von 11:7 bis zur Halbzeit auf 19:7 davon. Vor allem Julia Flohr zeigte sich gut aufgelegt. Steffi Plachts Frauen ließen sich auch von geänderten Abwehrvarianten der Gegnerinnen nicht beeindrucken. "Das war sehenswert", meinte die Trainerin.

Mainfranken: Melanie Meyer 10/3, Flohr 7, Ebner 4, Geuder 4, Wegner 3, Selina Geißler 2, Schwab 2, Petra Geißler 1.

TS Herzogenaurach II – TV Marktsteft 26:23 (14:16).

Je länger das Spiel dauerte, desto mehr schwanden die Kräfte bei den Marktstefterinnen. "Wir hatten viele erkältete Spielerinnen, das hat man am Ende gemerkt", sagte TVM-Trainer Vilo Vitkovic. Bei Rückraum-Spielerin Anna Müller-Scholden ließ sich das symptomatisch erkennen, die bis zur 32. Minute neun Tore erzielte, in der Folge aber nicht mehr traf.

Zum Ende verloren die Gäste mehr und mehr ihre Konzentration. "Für uns war das ein Festival der verworfenen Chancen. Damit haben wir die Gegner wieder ins Spiel gebracht", berichtete Vitkovic. Zwei Zeitstrafen beim Stand von 21:21 und 22:22 taten ihr Übriges zur aus Marktstefter Sicht unnötigen Niederlage.

Marktsteft: Müller-Scholden 9/6, Lang 3, Weiß 3, Ina Hertlein 2/1, Wendel 2, Verscht 1.