Relegation zur Kreisklasse Würzburg

TSV Mainbernheim – SV Gaukönigshofen (Montag, 18.30 Uhr; Gülchsheim)

Vor einem Jahr hatte der TSV Mainbernheim die Abstiegsrelegation mit einem tollen Endspurt noch umgangen. Ein weiteres Mal wollte der Klub nicht bis zum letzten Spieltag zittern, und zur Winterpause schien der Weg dafür geebnet. Doch der Schein trog. Denn im Frühjahr kamen die Mainbernheimer nicht mehr in Schwung. Dann trat auch noch Trainer Kai Siemers zurück, um, wie er sagte, einen „neuen Impuls“ zu geben. Der sollte von Dominik Kress kommen, und er kam.

Der 35-Jährige, der sich selbst nie als Trainer sah, vielmehr als Organisations- und Motivationstalent, holte Heinrich König ins Boot. Der Inhaber eines Sportgeschäfts hat den A-Trainerschein und übernahm nach einer Probeeinheit den sportlichen Bereich komplett. „Auch wenn ich auf dem Bogen stehe, die Arbeit auf Platz erledigt er“, sagt Kress. Er kümmere sich weiter um das Organisatorische. Eine bislang erfolgversprechende Kombination, denn aus den letzten drei Saisonspielen holte der TSV immerhin sieben Punkte und zeigte aufsteigende Form. Die Blockade im Kopf, die Kress ausgemacht hatte, scheint also gelöst. Beste Voraussetzungen für das entscheidende Duell in dieser Saison, in dem der Kreisklassist diesen Trend bestätigen will.

„Wir werden definitiv nicht mauern und versuchen, unser Spiel, wie die vergangenen Spiele auch, durchzudrücken“, sagt Kress. Dies wird aus Sicht des Trainers umso erfolgreicher sein, als es seiner Mannschaft gelinge, die vermutlich große Kulisse und die Wichtigkeit des Spiels auszublenden. Denn anders als der SV Gaukönigshofen hat sie etwas zu verlieren. Der Vizemeister der A-Klasse 2 Würzburg kann indes nur gewinnen und einer tollen Saison die Krone aufsetzen. Dabei bewiesen die Schützlinge um Spielertrainer Tobias Werner die vergangenen Wochen immer wieder ihre Nervenstärke. Fast ständig waren sie gefordert, nicht den Anschluss zu verpassen. Die Spitze war nach dem miserablen Saisonstart mit nur fünf Punkten aus sieben Spielen weit weg. „Das Ding war eigentlich durch. Mit uns hat keiner mehr gerechnet“, sagt Werner.

Doch seine Mannschaft räumte in der Rückrunde einen Konkurrenten nach dem anderen aus dem Weg und kletterte am vorletzten Spieltag nach dem 1:0-Sieg über Frickenhausen auf Platz zwei. „Wir hatten immer wieder den Druck, gewinnen zu müssen. Die Jungs sind damit sehr gut umgegangen“, ist Werner hörbar stolz auf das, was seine Schützlinge schon bislang geleistet haben. Zwanzig Spiele ohne Niederlage – die letzte Ende September gegen Kleinochsenfurt – sprechen Bände. Als Favorit sieht der 28-Jährige die Seinen jedoch nicht. In dieser Rolle sieht er eher Kreisklassist Mainbernheim.

„Die Jungs sollen diese Begegnung genießen. Denn an solche Spiele werden sie sich ein ganzes Leben lang erinnern“, meint Werner. Er ist davon überzeugt, dass seine Schützlinge das Bestmögliche abrufen. Mit dieser Herangehensweise sind die Lila-Weißen schon in den vergangenen Wochen sehr gut gefahren. Sie auf ein ähnliches Resultat wie in den letzten fünf Spielen. Denn die haben sie allesamt gewonnen.