In der Marktstefter Mehrzweckhalle, Heimstatt des SV Michelfeld, hat die Gastmannschaft weiter wenig zu lachen – und für den Landesliga-Aufsteiger heißt es nach wie vor: zu Hause hui, auswärts pfui. Im dritten Saisonheimspiel feierten die Michelfelder am Samstag ihren dritten Sieg, während es auswärts bisher drei Niederlagen setzte.

Gegen Erlangen waren die Gastgeber nach rund zehn Minuten richtig ins Rollen gekommen. Sie erspielten sich rasch fünf Tore Vorsprung. „Wir sind top ins Spiel gekommen“, sagte Spielertrainer Maximilian Häckner, „und konnten uns aus einer sicheren Abwehr heraus entsprechend absetzen.“

Diesen Schwung konservierten die Gastgeber aber nicht bis zur Pause. Hatten sie zwischen der 13. und 24. Minute den Vorsprung konstant bei vier bis fünf Toren gehalten, so schrumpfte dieser in der Endphase von der ersten Hälfte plötzlich kontinuierlich – weil Michelfeld die Konzentration verlor und zu viele kleine Fehler beging, die in Summe die Führung kosteten.

Sie trugen auch dazu bei, dass die Gäste aus Mittelfranken, deren erste Mannschaft in der Handball-Bundesliga spielt, in der Schlussminute gar in Führung zogen. Mit einem 16:16-Unentschieden ging es schließlich in die Kabine, nachdem Dominik Faustmann – der an diesem Abend trefflichste Schütze der Hausherren – sich sieben Sekunden vor Ultimo noch einmal ein Herz gefasst hatte.

Die Gastgeber hofften im zweiten Durchgang auf einen ähnlich starken Beginn, wie er ihnen zum Start in die Partie gelungen war, doch ihre Hoffnung erfüllte sich nicht. Flugs sahen sie sich einem 17:20-Rückstand (35.) gegenüber, die Spielkontrolle drohte ihnen aus den Händen zu geraten.

Doch rissen sie sich am Riemen, antworteten mit einem 4:0-Lauf und lagen mit Thorsten Hollers Treffer fünf Minuten später beim 21:20 wieder mit einem Tor vorne. Die Sicherheit kehrte zurück ins Spiel des Aufsteigers, der seinen Vorsprung nun nicht mehr aus der Hand gab. Mit einem weiteren 3:0-Run zwischen der 48. und 50. Minute nahm Michelfeld an diesem Abend endgültig Kurs auf den Sieg.

„Wir haben uns nach dem Rückstand in der Abwehr wieder gesteigert und unsere Angriffe vorne konsequent abgeschlossen. So konnten wir das Spiel drehen“, sagte Häckner angesichts der Energieleistung seiner Mannschaft. Die hielt in der Schlussphase ihre Führung bei mindestens zwei Toren, so dass der Erfolg nicht mehr in Gefahr war.

Vielleicht hatte dem Team auch das neue Maskottchen „Micky“, ein ganz in blau gewandetes Krümelmonster, einen zusätzlichen Schub gegeben. Das präsentierte sich am Samstagabend erstmals dem heimischen Publikum und sorgte erneut für beste Stimmung in der Halle.

Michelfeld: Faustmann 8, Häckner 7/1, Olbrich 6/1, Möslein 5/1, Schardt 3, Jürgen Dennerlein 2, Holler 2. Erlangen: Längst 14/3, Sauter 6, Birner 4, Werzinger 3, Jonas 2, Samel 1.