Handball, Landesliga Nord, Männer
SV Michelfeld – MTV Stadeln 30:21 (10:8).

Michelfelds Spielertrainer Maximilian Häckner atmete nach einer für seine Mannschaft gefühlt ewigen Durststrecke auf: "Das wurde höchste Zeit. In unserer Situation müssen wir solche Spiele auch gewinnen." Vor heimischem Publikum taten sich die Michelfelder jedoch anfangs schwer gegen den Mitkonkurrenten im Abstiegskampf aus dem Fürther Stadtteil. Das habe aber eher an der eigenen Verunsicherung gelegen als am Gegner, so Häckner.

Stadeln führte schnell mit 4:1 (6.), doch vor allem durch die Tore von Julian Henning und Lukas Möslein ging Michelfeld bis zur Pause in Führung. In der zweiten Hälfte stellte Michelfeld auf eine offensive Abwehr um, auch weil Möslein bereits zwei Zeitstrafen bekommen hatte. Der Schachzug griff gut, die Gastgeber erzielten über Gegenstöße einige Tore, so dass es 19:10 (42.) stand. "Wir haben uns richtig freigespielt, es lief dann einfach", kommentierte Häckner.

Dem SV Michelfeld stehen jedoch anstrengende Wochen bevor. "Ich hoffe, das gibt uns einen Schub", meinte er. Bis zum 7. Mai müssen die Handballer sieben Spiele absolvieren, zwei davon unter der Woche. Allerdings haben die Michelfelder noch siebenmal Heimrecht. Am nächsten Wochenende geht es zur Lohrer Reserve. Mit einem Sieg beim unterfränkischen Rivalen wären sie zumindest den letzten Tabellenplatz mal los.

Michelfeld: Henning 7, Möslein 4/3, Ochel 4, Olbrich 4, Holler 3, Mölter 3, Unser 2, Jürgen Dennerlein 1, Lukas Dennerlein 1, Faustmann 1.

Handball, Landesliga Nord, Frauen, 
1. FC Nürnberg – TV Marktsteft 26:42 (15:20).

Auf die für sie ungewohnte Spielzeit am Freitagabend mussten sich die Marktstefterinnen erst einstellen. Das dauerte etwa 20 Minuten, dann lief ihr Spiel. "Erst als wir unsere Abwehr stabilisierten, lief es besser. Zu Beginn hat Nürnberg vor allem aus dem Rückraum viele leichte Tore gemacht", fasste ihr Trainer Viliam Vitkovic zusammen. Im Angriff nutzten vor allem die beiden Außen Franziska Remler und Pia Weiß den sich ihnen in der zweiten Hälfte bietenden Platz.

Die Marktstefterinnen, die nun bis zum 30. April pausieren, dürften damit den Verbleib in der Liga sicher haben. Dazu ist am Saisonende mindestens Platz vier notwendig. "Theoretisch sollte das reichen, aber wir müssen mal sehen, wie die anderen Ergebnisse in der Zeit sind", blieb Vitkovic vorsichtig.

Marktsteft: Müller-Scholden 8/2, Remler 8, Weiß 7, Geißler 6, Jule Hertlein 5/1, Wendel 5, Verscht 3.

1. FC Nürnberg – HSG Mainfranken 29:32 (17:14).

Hauptsache gewonnen, war das Wichtigste für die Mainfranken-Frauen. Recht holprig lief es laut ihrer Trainerin Steffi Placht, die in der Abwehr einige Probleme bei ihrer Truppe sah. "Vielleicht haben wir den Gegner etwas unterschätzt", meinte sie. Erst nach der Halbzeit wendetet sich das Blatt zugunsten der Gäste, die sich ab dem 25:24 (49.) den Sieg nicht mehr nehmen ließen.

Mainfranken: Melanie Meyer 14/1, Schwab 8, Ruschin 4, Hackenbroich 3, Selina Geißler 2, Ebner 1.