Handball, Landesliga Nord Frauen
HSG Mainfranken – TS Herzogenaurach II 36:25 (18:12).

Einen deutlichen Sieg fuhr die Spielgemeinschaft in ihrem erst zweiten Spiel seit November ein. "Es hat so gut getan, dass fast alle dabei sein konnten. Der Sieg war Balsam für die Seele", zeigte sich HSG-Trainerin Steffi Placht erleichtert. Mit Melanie Meyer wirkte die Führungsspielerin wieder mit, was ihre Mitspielerinnen und vor allem Julia Flohr beflügelte. "Sie hat ihren Aktionsraum genutzt. Auch die anderen zeigten viel mehr Selbstbewußtsein", sagte Placht. Herzogenaurachs Reserve erwies sich als dankbarer Gegner, der zu Beginn mithielt und sogar 10:9 führte (15.). Vor allem Linkshänderin Carole Mittelheisser (zwölf Tore) bereitete der HSG Probleme.

Vom Rückstand zogen die Mainfranken-Frauen dann bis zur Halbzeit auf 18:12 weg, was das Spiel bereits entschied. Bei den Gästen ließ später die Kraft nach, so dass die Mainfranken am Ende zum deutlichen Erfolg kamen.

Mainfranken: Melanie Meyer 11/3, Flohr 9, Schwab 5, Ebner 3, Wegner 3, Geißler 2, Hackenbroich 2, Ruschin 1.

TV Marktsteft – SG Helmbrechts /Münchberg 27:24 (12:8).

Zuhause zeigten die Marktstefter Frauen erneut eine gute Vorstellung. Ihre 3-2-1-Abwehr ließ die Gastgeberinnen gleich gut ins Spiel kommen. Von Beginn an lag Marktsteft meist in Führung, die Gäste mussten hinterher laufen. Das änderte sich auch nach der Pause nicht, denn Marktstefts Abwehr zeigte sich meist aufmerksam. Gegen Ende verkürzten die Gäste noch einmal bis auf zwei Tore (25:23, 58.), doch Franziska Remler und Sophie Wendel ließen mit ihren Toren nichts mehr anbrennen. "Das war kein schwacher Gegner. Wir wollten uns für die hohe Niederlage zuletzt gegen Pleichach rehabilitieren und waren von jeder Position aus gefährlich", fasste Marktstefts Trainer Vilo Vitkovic zusammen.

Marktsteft: Müller-Scholden 8/1, Remler 5, Lang 3/1, Wendel 3, Geißler 2, Jule Hertlein 2, Reinertz 2, Weiß 2.

Handball, Landesliga Nord Männer
HSG Fichtelgebirge – SV Michelfeld 31:24 (11:9).

Auch in Wunsiedel verkaufte sich Michelfeld zwar teuer, der dringend nötige Erfolg blieb aber aus. "Es ist immer dasselbe, wir halten mit. Wir sind vorne einfach nicht so abgezockt, wie die Gegner, in den entscheidenden Momenten nicht rein", beschrieb SV-Vorstand Harald Dennerlein das Spiel. Lange hielten die Gäste mit, vor allem Dominic Faustmann am Kreis und Marius Olbrich auf Rechtsaußen fanden immer wieder Lücken gegen die körperlich starken Fichtelgebirgler.

Nach 45 Minuten verkürzte Lukas Möslein auf 15:16, zu mehr reichte es aber nicht. Torhüter Miroslav Brosko, einer von fünf Tschechen im Team der HSG, hielt nicht nur in dieser Phase bestens. Vorne nutzte die HSG ihre Chancen effektiver und schaffte mit dem 22:17 (50.) bereits eine Vorentscheidung Gegen Ende zollte Michelfeld seinem hohen Tempo etwas Tribut. "Theoretisch ist noch alles offen, wir brauchen dringend ein Erfolgserlebnis", meinte Dennerlein.

Michelfeld: Faustmann 7, Olbrich 6, Häckner 3, Reinhart 2, Möslein 2, Schadt 2, Holler 1, Lukas Dennerlein 1.