Ein lehrreiches Wochenende hat Maximilian Götz hinter sich. Für den Neuling in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) blieben bei seinem ersten Auftritt auf dem Moscow Raceway nur die Plätze 16 und 18. „Ich darf nicht davon ausgehen, dass ich immer in den Top-10 lande“, kommentierte der Uffenheimer die Ergebnisse relativ gefasst. Nach dem siebten Rang Anfang August auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg hatte der 29-Jährige mit weiteren Punkten geliebäugelt.

Für Götz war die Strecke absolutes Neuland. Bisher hatte er sie lediglich im Fernsehen gesehen, was bei der Leistungsdichte in der DTM-Serie als eine Erklärung für den Platzierungsrückschlag gelten kann. Im Samstagsrennen sah es eigentlich gar nicht schlecht aus. Seinen 15. Startplatz behauptete der Mercedes-Pilot zunächst und verbesserte sich während der Safety-Car-Phase sogar auf Platz 13. „Beim Re-Start ist mir leider ein kleiner Fehler unterlaufen. Dadurch kamen ein paar andere Autos auf der Innenseite an mir vorbei“, blickt er zurück. „Die Pace war gut, das Auto war gut – aber Platz 16 am Ende nicht das, was ich mir vorgestellt hatte.“

Der Sonntag entwickelte sich dann zu einem Wechselbad der Gefühle. Im Warm-up ging es für den Uffenheimer mit Platz zehn ganz gut los. Nach seiner ersten schnellen Runde im Qualifying lag er auf Rang neun, fiel in der Folge aber auf Rang 17 zurück. „Das Gefühl war gut, aber ich konnte mich mit meinem zweiten Satz Reifen nicht verbessern. Mit Platz 17 kann ich nicht zufrieden sein, aber im Qualifying lag das Feld so eng zusammen, dass es fast schon eine kleine Lotterie war. Ein minimaler Fehler, und du bist sofort viele Positionen weiter hinten.“ Auch im Rennen lief es nicht besser. „Im Renntrimm waren wir ziemlich chancenlos. Wir haben hart gekämpft, aber nur um die goldene Ananas. Platz 18 am Ende war ein ernüchterndes Ergebnis“, gibt Maximilian Götz selbstkritisch zu.

Bei seinem nächsten Auftritt vom 11. bis 13. September in Oschersleben will der DTM-Neuling wieder in seine persönliche Erfolgsspur zurückkehren. Hinsichtlich möglicher Punkte hält er sich aber bedeckt. Er kennt allerdings die Strecke und hat sehr gute Erinnerungen an sie: „Im vergangenen Jahr habe ich dort mit dem SLS AMG GT3 im ADAC GT-Masters gewonnen. 2012 fuhr ich ebenfalls mit dem Flügeltürer auf das Podium. Ich habe seit dem Saisonbeginn sehr viel gelernt und möchte das natürlich umsetzen.“