SAMSTAG

Sommer, Sonne, Strand – diese Kombination passt. Und Sommer, Handball, Sauna? Schwer vorstellbar, sicherlich, aber auch das ist zu finden. Zumindest war es in diesem Jahr so beim Handball-Vorbereitungsturnier der DJK Waldbüttelbrunn, an dem auch Neu-Drittligist TSV Rödelsee teilnahm und den zweiten Platz belegte. Auf rund 38 Grad schätzte Manager Tobias Demel die Temperatur in der Halle am Sumpfler, wo sich sechs Mannschaften um den Turniersieg bemühten. Geholt hat ihn sich die SG Wallau – ebenfalls Drittliga-Neuling – , die das Endspiel gegen Rödelsee für sich entschied. Dafür warf sich der Rödelseer Andreas Paul zum erfolgreichsten Torschützen.

„Geschwitzt wird immer, wenn man Leistungshandball spielt“, will Demel die gefühlten Sauna-Temperaturen nicht überbewerten. Einen sportlichen Wert habe das Turnier trotzdem gehabt. Mit der Leistung seiner Schützlinge zeigte er sich zufrieden. „Wallau war eingespielter, das hat man deutlich gesehen.“ Daran arbeiten Trainer Dusan Suchy und seine Schützlinge in den nächsten Wochen, ehe Ende August die Saison beginnt. Vom slowenischen Neuzugang Bostjan Hribar ist Manager Demel angetan. „Eine Granate, menschlich und sportlich!“

MONTAG

Der unterfränkische Fußballverband ist momentan in vielen Teilen ein kommissarischer. Allerdings nicht deshalb, weil die Ehrenämter ausschließlich von Kommissaren besetzt sind, sondern weil die Funktionen momentan übergangsweise bis zur nächsten Wahl ausgeübt werden. Es gibt zwar ein paar echte Kommissare, sie sind aber (noch) in der Minderheit. Aus Krankheitsgründen hat der langjährige Bezirksvorsitzende Rolf Eppelein seinen vorzeitigen Rücktritt erklärt. Es rückte Jürgen Pfau – ein leibhaftiger Polizei-Hauptkommissar – nach. Dadurch wurde eine regelrechte Funktionärs-Lawine losgetreten, weil sein Nachfolger als Schweinfurter Kreisvorsitzender wieder einen Nachfolger benötigte und der auch wieder.

Im Kreis Würzburg hat Kriminal-Hauptkommissar Martin Hinterseer mit seinem Rücktritt als Juniorenleiter für Furore gesorgt. Er griff den scheidenden Würzburger Kreisspielleiter Bernd Reitstetter an, der sich zwar ärgerte, dem Kommissar aber keinen Kommentar widmen wollte.

FREITAG

Als Unternehmensberater für medizinische Berufe verfügt Steffen Winkelmann über weitreichende Beziehungen. Kein Wunder also, dass beim Mainschleifen-Cup des Volkacher Tennisvereins, dessen stellvertretender Vorsitzender er ist, Rafael Nadal als Ehrengast die Preise überreichte.

„Wenn wir das vorher gewusst hätten, wären wir zum Turnier gekommen. Warum stand das nicht in dieser Zeitung?“, werden sich unsere tennisinteressierten Leser fragen.“ Nicht nur Filzballfreunde verbinden schließlich mit diesem Namen einen herausragenden Sportler. Er hat zwölf Grand-Slam-Titel gewonnen und war bis 2011 die Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste, in 2011 sogar „Weltsportler des Jahres“, ehe ihn eine Verletzung stoppte und er erst im Februar 2013 auf die Tennis-Tour zurückgekehrt ist.

Und so einer erklärt sich bereit, in Volkach die Preisverleihung vorzunehmen? So etwas kann nur über das viel zitierte Vitamin B funktionieren. So war es auch in diesem Fall. Rafael Nadal hat tatsächlich ohne Aufhebens zugesagt, als ihn sein Vater Steffen Winkelmann um diesen Gefallen bat. Winkelmann junior (4) heißt tatsächlich Rafael Nadal mit Vornamen, weil sein Vater den besten Sandplatzspieler der Welt bewundert. Und warum heißt seine Tochter (7) „nur“ Viola? Weil er seine Frau Silvia damals noch nicht von der ungewöhnlichen Namensnennung überzeugen konnte. Welche Namen wären sonst in Frage gekommen? „Das kann ich nicht sagen, aber sicher nicht Steffi Graf!“