Problemlos lief die vergangene Fußball-Saison der Junioren im Kreis Schweinfurt ab. Bei der ersten von drei Tagungen im Sportheim der DJK Stadelschwarzach sprachen Kreisjuniorenleiter Wolfgang Hellert und die Verantwortlichen aus den verschiedenen Bereichen von einer beinahe reibungslos verlaufenen Saison 2013/2014. Was ihn jedoch mit Blick voraus Sorgen bereitet, ist der bereits jetzt bemerkbare Trend, dass es immer weniger Nachwuchs-Mannschaften im Fußballkreis Schweinfurt gibt.

So sind für die im September beginnende nur noch 430 Mannschaften in den Altersstufen von der U 7 bis zur U 19 gemeldet. Das sind 43 weniger, als noch in der Vorsaison. Der demographische Wandel mit immer weniger Kindern wirkt sich gerade bei den Jüngsten stark aus. Es gehen in der neuen Saison elf Mannschaften weniger bei der U 7, 13 bei der U 9 und zwölf bei den U 11-Junioren an den Start. „Ein erheblicher Rückgang“, den Kreisjuniorenleiter Hellert zur Kenntnis nehmen muss.

In seiner persönlichen Bilanz sparte der Funktionär auch nicht mit Kritik. Zum einen habe ihn gestört, dass vor allem zum Rundenende hin immer wieder wegen der Auf- und Abstiegsregelung nachgehakt werde. Diese Bestimmung werde nicht erst kurz vor Rundenende nach Lust und Laune erstellt, wie mancher Vereinsvertreter meine, sondern stehe bereits im September fest. Geärgert habe er sich über einen Zeitgenossen, der eine E-Mail geschickt habe und zwei Stunden später per SMS beanstandete, dass diese noch nicht beantwortet sei. „Wir sind alles Ehrenamtler. Wenn ein Verein innerhalb einer Woche keine Antwort hat, dann sollte man nachhaken.“

„Da passte

irgendetwas nicht!“

Wolfgang Hellert Kreisjuniorenleiter Schweinfurt

Verwundert habe ihn das Abstimmungsergebnis zur Fairplay-Liga der U 9-Junioren beim Bezirkstag. „Da passte irgend etwas nicht!“ Während sich bei den Halbjahrestreffen der Juniorenleiter im Winter der deutliche Großteil gegen das Spiel bei der U 9 ohne Schiedsrichter aussprach, habe beim Bezirkstag eine klare Mehrheit der Vereine die Fairplay-Liga befürwortet.

Die einzelnen Gruppenspieleiter Gabriele Hauswirth, Thomas Krug, Peter Mantel und Markus Meusert gaben kurz Überblick über ihre Gruppen. Auch sie sprachen alle von einer weitgehend gut verlaufenen Runde. Markus Meusert missfiel, dass es bei der U 13 gleich vier Fälle gegeben habe, in denen sich Betreuer von Vereinen gegenseitig angezeigt hätten. Auch habe das Sportgericht Strafen gegen Betreuer wegen Beleidigungen gegen Schiedsrichter aussprechen müssen. „Ich weiß nicht, ob das sein muss“, wies Meusert auf die Vorbildfunktion der Betreuer hin.

Ihre Urkunden erhielten die Meister der einzelnen Spielklassen. In den Kreisligen waren dies: TSV/DJK Wiesentheid (U 19), JFG Werntal Kicker (U 17), TSV Bergrheinfeld (U 15) und Jahn Schweinfurt (U 13).

Hellert dankte vor allem den Einteilern der Schiedsrichtergruppen, die aufgrund der Vielzahl und kurzfristigen Verlegungen „einen Wahnsinns-Job“ machten. Er gab sein Lob an die Vereinsvertreter weiter. „Ohne euch geht nichts, danke für euren Einsatz. Wir haben schwere Zeiten vor uns, auch wegen des demographischen Wandels.“

Beim Blick auf die neue Saison wies Wolfgang Hellert auf die Einführung des Elektronischen Spielberichtsbogens (ESB) für alle Altersstufen und Ligen. Er warb für die „Fußballiade“ des BFV im Juni 2015 in Landshut, die ein Großereignis für alle bayerischen Fußballvereine werden soll. Rundenbeginn ist beim Kleinfeld am 20. September, die U 19- und U 17-Junioren starten jeweils früher. Die jeweiligen Spielpläne sollen ab 20. August im Internet frei geschalten sein.