Es wäre eine Premiere gewesen für die Wiesentheider U19-Junioren, aber einer hatte etwas dagegen. Zum ersten Mal war ihnen bei ihrem eigenen, seit rund zwanzig Jahren ausgetragenen und in der Regel höherklassig besetzten Hallenturnier um den Göpfert-Cup der Sprung ins Finale gelungen. Dort erwies sich dann der Nachwuchs der SG Nürnberg/Fürth als zu stark für die Gastgeber. Der Bayernligist gewann mit 2:0 (0:0) und reckte letztlich den Pokal in die Höhe.

Der Endspiel-Erfolg war nicht unverdient, denn die spielstarken Nürnberger stellten bereits in den ersten acht Minuten bis zum Seitenwechsel das überlegene Team. Wiesentheids Torwart Jan Molitor und eine spektakuläre Rettungstat von Florian Wijnans sorgten dafür, dass es zunächst beim 0:0 blieb. Danach schienen die Gastgeber gar im Vorteil. Nürnbergs Jonathan Hartig hatte sich bei einem Freistoß für seine SG beschwert und war prompt mit einer Zeitstrafe vom Feld geschickt worden. Aber den Freistoß nutzten die Mittelfranken. Akif Coskuns Schuss fand den Weg durch die Mauer und landete fünf Minuten vor dem Ende unhaltbar zum 1:0 im Netz.

Damit nicht genug: Immer noch in Unterzahl profitierte der Bayernligist vom Umstand, dass die Gastgeber bei einer Ecke nicht aufpassten. Shahali Fatalili traf kurz und trocken zum 2:0. Wiesentheids größte Gelegenheit durch Fabian Kehrers Direktschuss parierte der SG-Torwart wenig später. Mit dem zweiten Platz seiner Mannschaft zeigte sich Wiesentheids Trainer Helmut Helbich hoch zufrieden. „Wir haben nur einmal mit der heutigen Besetzung in der Halle trainiert. Deswegen ist das gegen die höherklassigen Gegner mehr als in Ordnung.“

Im Halbfinale hatten die Wiesentheider auch dank ihres Torwarts Jan Molitor den TSV Großbardorf knapp bezwungen. Molitor wehrte im fälligen Neunmeterschießen zwei Großbardorfer Schüsse ab, nachdem auch die Verlängerung beim 3:3 keine Entscheidung gebracht hatte. In der Vorrunde waren die Gastgeber unbesiegt geblieben. Bei dem mit Rundumbande ausgetragenen Turnier in der Steigerwaldhalle machte die Abordnung des FC Schweinfurt 05 nicht gerade Werbung für ihren Klub. Mit nur sieben Akteuren angetreten, reiste sie nach einem hitzigen Vorrundenspiel gegen den FSV Erlangen-Bruck kurzerhand ab, weil sie zwei Verletzte zu beklagen hatte. Dabei wäre der FC 05 zu dieser Zeit bereits im Halbfinale gewesen.

Turniersplitter

Endstand: 1. SG Nürnberg-Fürth (2:0 gegen TSV/ DJK Wiesentheid) 3. TSV Großbardorf (10:3 gegen SC Schwabach), 5. FSV Erlangen-Bruck (5:3 gegen FC Coburg), 7. FT Schweinfurt (4:3 gegen SpVgg Mögeldorf), 10 (ohne Spiel) SV Heidingsfeld und FC Schweinfurt 05.

Auszeichnungen: Torschützenkönig Mert Aydin (Schwabach) 11 Tore; bester Torwart: Jan Molitor (Wiesentheid); wertvollster Spieler: Mustafa Fatiras (Nürnberg).