Nach sieben Wochen Vorbereitung freut sich Abtswinds Trainer Petr Škarabela auf das erste Heimspiel nach der Winterpause gegen Alemannia Haibach. Bis zu viermal pro Woche bat er seine Mannschaft zum intensiven Training und legte in den Testspielen die Hürden bewusst hoch. „Ich habe mich bei der Auswahl der Gegner für eine Reihe von Bayernligisten entschieden. Ich wollte, dass wir richtig gefordert werden und sehen, wo wir stehen“, erklärt er. Dabei erzielte seine Mannschaft gegen Sand (4:2) und Don Bosco Bamberg (2:2) durchaus beachtenswerte Ergebnisse. Nur gegen die Würzburger Kickers II (3:4) und Großbardorf (2:6) zog sie den Kürzeren. Zudem besiegten die Abtswinder den Bezirksligisten Eintracht Bamberg (4:1).

„Bis auf die erste Halbzeit gegen Großbardorf waren die Eindrücke rundum positiv“, fasst der Übungsleiter die Tests zusammen. Die am letzten Wochenende geplante Generalprobe gegen den Würzburger FV fiel wegen des ungünstigen Wetters aus. Elf Spiele stehen jetzt noch zwischen dem mit neun Punkten führenden Spitzenreiter der Landesliga Nordwest und seinem Ziel, die Meisterschaft und der Aufstieg in die Bayernliga. Um „dafür den Weg zu bereiten und für klare Verhältnisse an der Spitze zu sorgen“, sei ein guter Start wichtig, weiß Škarabela.

Er erinnert sich an „eine emotionale Angelegenheit“ im Hinspiel, als seine Mannschaft einen 0:2-Rückstand zur Halbzeit zum 4:2-Sieg umdrehte. Derzeit kann er bis auf den verletzten Jona Riedel fast aus dem Vollen schöpfen. Neuzugang Christopher Lenhart benötigt im Aufbautraining noch Zeit. Nur auf der linken Abwehrseite muss Abtswinds Trainer nach dem plötzlichen Karriereende von Przemyslaw Szuszkiewicz „ausnahmsweise improvisieren“. Offen ist die Besetzung im Tor. Nach der Rückkehr der früheren Nummer eins Florian Warschecha in der Winterpause und dem bereits angekündigten Wechsel Julian Schneiders im Sommer nach Großbardorf, möchte der Ex-Profi während der Rückrunde beiden Torhütern Spielzeit einräumen. Ins erste Spiel nach der Winterpause geht Abtswind als klarer Favorit. Nur 25 geschossene Tore Haibachs sind weniger als die Hälfte der Abtswinder Ausbeute. 15 Abtswinder Siege stehen fünf gewonnenen Spielen Haibachs gegenüber. Achtmal spielten die Gastgeber zu null und nur einziges Mal die Gäste. jst