In der ersten Qualifikationsrunde der Bayern- und Landesligisten im Toto-Pokal auf Verbandsebene setzte sich der TSV Abtswind zu Hause nach einer Leistungssteigerung zur zweiten Halbzeit mit 4:2 (0:1) gegen den Bayernligisten Würzburger FV durch. Im Vorlauf zur in zwei Wochen startenden Saison blieben die ambitionierten Abtswinder im sechsten Spiel ungeschlagen und warfen die Zellerauer nach 2015 erneut in der ersten Runde aus dem Wettbewerb.

Abtswinds Trainer Petr Skarabela nominierte mit Julian Schneider im Tor und Adrian Dußler im defensiven Mittelfeld zwei Neuzugänge für die Anfangsformation. Carl Murphy agierte auf einer ungewohnten Position als zweiter Sechser neben Dußler, da mit dem heiratenden Jürgen Endres, dem verletzten Jonas Wirth und dem rekonvaleszenten Nicolas Wirsching mögliche Alternativen auf dieser Position nicht zur Verfügung standen. Für die angeschlagenen Daniel Hämmerlein und Damian Rzedkowski kam ein Einsatz noch zu früh, dagegen waren Carl Murphy und Adrian Dußler rechtzeitig von der deutschen Hochschulmeisterschaft zurückgekehrt.

Mit ihrer ersten Gelegenheit gingen die Gäste in Führung, als Adrian Istrefi mit einer Hereingabe von links den auf halblinks im Strafraum mitgelaufenen Cristian Dan anspielte. Der ehemalige Abtswinder nahm den Ball noch kurz an and schoss ihn zur Führung ins rechte Eck. Abtswind zeigte sich unbeeindruckt vom frühen Gegentor und kam nach Vorarbeit Philipp Hummels über links durch einen Schuss von Pascal Kamolz erstmals aussichtsreich vor das gegnerische Tor. Als Steffen Barthel einen gegnerischen Verteidiger umspielt hatte, verfehlte sein Schuss aus vierzehn Metern das Ziel. Nach einer Flanke Patrick Hofmanns glichen die Würzburger nach Chancen aus, doch Sebastian Fries köpfte über das von Schneider gehütete Gehäuse.

Engagierter gingen die Hausherren in der zweiten Halbzeit zu Werke, nachdem Petr Skarabela seine Mannschaft „an der Ehre gepackt“ hatte. Nach einer Reihe gewonnener Zweikämpfe legte Frank Hartlehnert für Philipp Hummel vor, der schneller als Würzburgs Torhüter Andreas Binner am Ball war und diesen über den Innenpfosten zum Ausgleich ins Tor bugsierte. Als die Abtswinder einen Eckball Istrefis nicht konsequent genug verteidigten, köpfte Stefan Wasser die Gäste erneut in Führung, doch hatte Murphy die passende Antwort parat, als er Michael Herrmanns Flanke von links, die Kamolz zentral durchgelassen hatte, am langen Pfosten ins Tor lenkte.

In der letzten Viertelstunde entwickelte sich zwischen beiden Konkurrenten eine unterhaltsame Partie, die Abtswind mit der Führung durch Kamolz nach einem Zuspiel Murphys auf seine Seite zog. Würzburg verhielt sich beim Gegentor passiv und war geschlagen, als Abtswinds Neuzugang Adrian Dußler nur zwei Minuten danach den Vorsprung nach einer Vorarbeit Hummels zum späteren Endstand noch einmal erhöhte. „Er bringt uns spielerisch auf eine neue Stufe“, hatte Mitspieler Adrian Graf unlängst über den 22-Jährigen festgestellt.

Größtenteils zufrieden äußerte sich Skarabela nach dem Spiel: „In der zweiten Halbzeit zeigten wir eine sehr gute Leistung, nachdem wir in der ersten noch kein Rezept gefunden hatten. Aber wir befinden uns auf einem guten Weg.“ Das Auftreten in der zweiten Halbzeit müsse der Maßstab für die bevorstehende Saison sein. „Wenn wir von größeren Verletzungen verschont bleiben, können wir unser Ziel erreichen“, blickte Abtswinds Trainer zuversichtlich voraus. Zwei Wochen vor dem ersten Heimspiel gegen Röllbach stellte die Begegnung mit dem Bayernligsten einen Gradmesser dar. In der zweiten Runde messen sich die Abtswinder nun zwischen dem 5. und 9. Juli - der genaue Termin stand noch nicht fest - mit Unterpleichfeld, das Rimpar im Elfmeterschießen besiegte.

Die Statistik des Spiels

Qualifikation Totopokal,

Verbandsebene

TSV Abtswind – Würzburger FV 4:2 (0:1)

Abtswind: Schneider – Szuszkiewicz (70. Wirsching), Graf, Gibfried, Herrmann – Dußler, Murphy – Hartlehnert (82. Mrugalla), Barthel (87. Wirth), Hummel – Kamolz

Würzburg: Binner – Ganzinger, Lorenz (83. Hänschke), Drösler, Michel – Wasser, Müller (69. Droszcz) – Fries, Istrefi, Hofmann (81. Engelking) – Dan.

Schiedsrichter: Steigerwald (Gräfendorf).

Gelbe Karten: Dußler.

Zuschauer: 200.

Tore: 0:1 Dan (8.), 1:1 Hummel (58.), 1:2 Wasser (62.), 2:2 Murphy (72.), 3:2 Kamolz (80.), 4:2 Dußler (82.).