Der Dritte von oben spielt gegen den Dritten von unten: Der FC Geesdorf erwartet am Samstag am heimischen Federwasen den TSV Kleinrinderfeld. Geesdorfs Trainer Hassan Rmeithi möchte die Serie von zuletzt vier ungeschlagenen Spielen verlängern, warnt allerdings davor, den Gegner ob seiner schlechteren Platzierung zu unterschätzen: „Wir brauchen gar nicht auf die Tabelle zu schauen. Das wird ein schwieriges Spiel, wir müssen ständig auf der Höhe sein.“

Denn verbessern soll sich die Heimbilanz: Zwei seiner bisherigen drei Niederlagen kassierte der starke Landesliga-Aufsteiger auf eigenem Platz, verließ auswärts dagegen erst einmal das Feld als Verlierer. „Das kann ich mir selbst nicht erklären, denn in der letzten Saison waren wir besonders heimstark.“ Auch der Rasen in Geesdorf sollte für die Hausherren nicht das Problem sein: „Was ich bislang gesehen habe, haben wir einen der besten Plätze der Landesliga.“

Dass sich seine Mannschaft bereits mit den unmittelbar folgenden Spitzenspielen gegen Haibach und Euerbach beschäftige, stellte Rmeithi nicht fest: „Ich habe nichts davon gehört, dass wir auch nur einen Tag zu weit nach vorne schauen. Wir haben uns mehr darauf konzentriert, wie wir unsere Probleme der zweiten Halbzeit in den Griff bekommen.“ In den letzten beiden Spielen ließ nach dem Seitenwechsel die Leistung seiner Mannschaft trotz Führung nach.

Auch Gegner Kleinrinderfeld zeigte zuletzt gegen Feuchtwangen zwei verschiedene Halbzeiten. Lag er nach einer Stunde bereits mit 0:3 in Rückstand und hätte sich um Schadensbegrenzung bemühen müssen, brachte ein Gewaltschuss Benedikt Engerts die Wende in einer bereits verloren geglaubten Partie. An deren Ende behielten die Kleinrinderfelder mit einem 3:3 zumindest einen Punkt bei sich. Mit drei Toren in einem Spiel steigerte die Mannschaft des ehemaligen Marktbreiter von Trainer Tobias Jäger in einer einzigen Begegnung ihre bisherige Ausbeute um 60 Prozent. Zuvor hatten die offensiv bislang eher schwachen Kleinrinderfelder in neun Spielen nur fünfmal getroffen.

Rmeithi bewertet noch eine andere Zahl. Nur 15 Gegentore seien eine gute Bilanz: „Selbst wir haben eines mehr bekommen. Das zeigt, dass sie hinten stabil stehen können.“ Deshalb müsse seine Mannschaft geduldig agieren und auf eine Absicherung achten, um dem Gegner kein schnelles Umschalten zu ermöglichen. Fehlen werden Geesdorf Dominik Kober und Thomas Lordo. Beide verletzten sich beim letzten Auswärtsspiel in Kahl. Text: jst