FC Fahr - VfL Kleinlangheim (1:2; Sonntag, 15 Uhr).

Die Vorbereitungen laufen. Natürlich wird nichts zuvor verraten, doch bei einem Vorsprung von neun Punkten auf den ersten Verfolger, fährt der VfL Kleinlangheim (1./58) nicht ohne entsprechende Feierutensilien nach Fahr (2./49). Denn die Mannen um Spielertrainer Michael Ludwig haben es selbst in der Hand: Bei einem Sieg dürfen sie die Meisterschaft und den direkten Aufstieg in die Kreisliga feiern, aus der sich der Verein nach seinem deutlichen Abstieg vor zwei Jahren abmelden musste.
"Ich hoffe, dass wir aus Fahr mindestens einen Punkt mitnehmen", äußert sich Ludwig vor dem Spitzenspiel aber vorsichtig. Denn vor der Stärke des Gegners zeigt er großen Respekt: "Gegen Fahr ist vor allem zu Hause sehr schwierig zu spielen. Auch ich habe dort meist schlechte Erfahrungen gemacht", erinnert sich der
34-Jährige nur ungern an seine bisherigen Spiele im Volkacher Ortsteil. "Sie sind eine kämpferisch starke Mannschaft und vorne durch ihre beiden Stürmer sehr gefährlich", charakterisiert Ludwig den Gastgeber genauer.
Die Gäste werden versuchen, mit Simon Weidinger und Marcel Mrachatz die beiden besten Torschützen des Gegners durch permanente Bewachung zu isolieren.

Wenig souverän


Zuletzt mühte sich Kleinlangheim zu Hause zu einem 1:0 gegen das abstiegsbedrohte Bergrheinfeld II. "Obwohl wir das ganze Spiel bestimmten, war es dennoch ein Arbeitssieg für uns, denn durch die schlagartig hohen Temperaturen bekamen einige Spieler Probleme", stellte Ludwig fest.
Eine Woche zuvor zog das während der Rückrunde ununterbrochen an der Spitze stehende Team in Schwebheim mit 0:2 den Kürzeren. "Wir spielten 90 Minuten auf ein Tor, aber der Gegner schlug zwei Mal eiskalt zu. Dort hatten wir allerdings auch personelle Probleme und traten nur mit elf Leuten an, so dass wir keine Auswechselspieler hatten", erklärt Kleinlangheims Trainer.
Ob es am Sonntag personell günstiger aussieht, wusste er vor dem Abschlusstraining am Freitag noch nicht zu sagen: "Womöglich haben wir zwei Ausfälle. Am Mittwoch war ich aber enttäuscht, dass ich nur sechs Mann beim Training hatte, davon drei von der ersten Mannschaft", gibt es auch beim Tabellenführer vor dem womöglich entscheidenden Schritt noch einen Grund zum Klagen. Möglich, dass die scheinbar noch gedämpfte Vorfreude erst mit dem Abschlusstraining so richtig aufblüht: "Ich hoffe, dass wir am Freitag noch einmal vollzählig trainieren können", bleibt Ludwig vorsichtig.
Für Fahrs Spielertrainer Aladin Hamzic geht im bevorstehenden Duell einzig und alleine um drei Punkte zum Sichern des Relegationsrangs, um welchen die Gastgeber ein Fernduell mit Oberndorf austragen. "Ich hoffe, dass meine Jungs nur den zweiten Platz im Kopf haben. Alles andere würde bei nur noch vier Spielen zu weit führen", fordert der 37-Jährige Realismus. Nur einen Punkt Vorsprung besitzt sein Team auf Rang drei - ein dünnes Polster angesichts eines nahezu identischen Restprogramms, denn Oberndorf tritt immer eine Woche später gegen Fahrs vorherige Gegner an.
"Selbst wenn wir gegen Kleinlangheim gewinnen sollten, ergibt sich für uns nach oben keine Chance mehr. Wir brauchen die Punkte für den zweiten Platz." Zuletzt überzeugte seine Mannschaft auswärts mit drei Zu-Null-Spielen in Folge. "Alle Spieler verhielten sich abwehrtechnisch gut", sieht Hamzic dies als einen Erfolg der Gemeinschaft, aus der Stürmer Simon Weidinger mit 18 Saisontoren herausragt. Im Hinspiel fehlte er - für seinen Trainer auch ein Grund für die damalige Niederlage. "Angeschlagene Spieler haben wir zwar wieder, aber ich gehe davon aus, dass an diesem Sonntag alle dabei sind.