Der Tennis-Bezirk Unterfranken investiert in seine Nachwuchsarbeit und damit in die Zukunft. Nach dem Rücktritt des nur kurze Zeit amtierenden Jugendwarts Klaus Englert (Lengfeld) im Herbst hat Bezirksvorsitzender Walter Haun (Aschaffenburg) den Bereich zur Chefsache erklärt und bereits zahlreiche neue Referenten gewonnen. Dieser Unterbau soll auch die erst für 2015 angepeilte Wahl eines neuen Jugendwarts erleichtern. Zudem gehört Haun zu den Initiatoren eines Förderkonzepts Franken, das künftig den weiten Weg zu Sichtungen und Lehrgängen ins Leistungszentrum Oberhaching für die Jugendlichen nicht mehr unbedingt nötig macht.

Die Bezirke Unter-, Mittel-, Oberfranken und Oberpfalz machen beim Förderkonzept Franken gemeinsame Sache, bisherige Widerstände wurden überwunden. Es ist unterhalb des Talentpools angesiedelt, dem derzeit nur fünf Talente aus Unterfranken angehören.

Die Lehrgänge und Sichtungen würden zwar überwiegend im Raum Nürnberg stattfinden, seien bei entsprechend vielen Spielern in der Altersklasse aus der Region auch in Unterfranken möglich, sagte Haun beim gut besuchten Bezirkstag in der Wiesentheider Steigerwaldhalle. Die Finanzierung leisten je zu einem Drittel Bayerischer Tennis-Verband (BTV), die Bezirke und die Eltern. Für Jugendliche aus dem Raum Aschaffenburg wird zudem die Möglichkeit geschaffen, im hessischen Leistungszentrum in Offenbach zu trainieren. Haun hält die Scheu, sich wegen der Heimtrainer nicht an dem Förderkonzept zu beteiligen, für unnötig: „Es wird keine Konflikte, sondern eine gute Zusammenarbeit geben.“

Für das Jugendreferat sucht Haun im Raum Würzburg noch weitere Mitstreiter: „Hier ist es am schwersten, jemand zu gewinnen.“

Auf die neue Medenrunde können sich Unterfrankens Tennisspieler besser vorbereiten denn je. Die milde Witterung macht es möglich, dass die Sandplätze in den meisten Vereinen so frühzeitig wie noch nie hergerichtet werden können. Unter den Neuerungen im Sportbetrieb sind vor allem zwei wesentlich. Einmal die Tennis-Gemeinschaft zwischen zwei Vereinen, die allerdings Spielgemeinschaften mit Dritten ausschließt. Zum anderen die neue Punktewertung in den Mannschaftswettbewerben. Einzel werden jetzt mit dem Faktor 2 gewertet, Doppel aber dreifach. Das bedeutet, dass eine Sechser-Mannschaft auch nach fünf gewonnen Einzeln noch verlieren kann und die Doppel ausgetragen werden müssen. „Das Problem der geschenkten Doppel gab es bisher mehr auf BTV-Ebene“, sagte Haun dazu.

Der Haushaltsentwurf von Schatzmeister Gerd Fröhling (Rimpar) wurde einstimmig angenommen. Zum Ehrenmitglied des Tennis-Bezirks wurde unter großem Beifall Gudrun-Lieselotte Hohmann (ETSV Würzburg) gewählt, die ein halbes Jahrhundert in verschiedenen Funktionen für den Tennis-Bezirk tätig war, zuletzt als Pressewartin. Ehrungen gab es auch für Werner Zweier (SG Dittelbrunn/Ehrennadel in Gold), Bernd Menninger (Ehrenurkunde des Bezirks) und Eugen Hehen (beide SV Herschfeld/Ehrennadel in Silber).