Bayernliga Frauen

 

ETSV Würzburg II – SV Weinberg II 0:1  
SpVgg Eicha – SV Saaldorf 1:3  
FC Pegnitz – 1. FFC Hof abges.  
SV Thenried – FC Forstern 1:4  
MTV Dießen – FC Stern München 0:1  
TuS Bad Aibling – TSV Frickenhausen 0:1  

 

 

1. (1.) FC Forstern 9 8 0 1 24 : 5 24  
2. (2.) SV Weinberg II 9 6 2 1 14 : 6 20  
3. (5.) SV Saaldorf 9 5 2 2 19 : 8 17  
4. (3.) 1. FFC Hof 8 5 1 2 21 : 11 16  
5. (4.) TuS Bad Aibling 9 5 1 3 17 : 11 16  
6. (7.) TSV Frickenhausen 9 3 3 3 10 : 17 12  
7. (9.) FC Stern München 8 3 1 4 7 : 9 10  
8. (6.) SV Thenried 9 2 4 3 14 : 18 10  
9. (8.) MTV Dießen 9 2 1 6 16 : 20 7  
10. (10.) FC Pegnitz 8 2 1 5 8 : 18 7  
11. (11.) SpVgg Eicha 8 1 1 6 9 : 22 4  
12. (12.) ETSV Würzburg II 9 1 1 7 4 : 18 4  

 

TuS Bad Aibling – TSV Frickenhausen 0:1 (0:1). Als sie sich auf die vier Stunden lange Fahrt gen Süden begaben, hatten sie ihr Konzept schon im Kopf, und als ihnen nach nur sieben Minuten die Führung gelang, fühlten sie sich auf ihrem Weg bestätigt: Die Fußballerinnen des TSV Frickenhausen waren am Samstag mit nur einer Wechselspielerin zum Aufsteiger Bad Aibling gefahren, und aus ihrer dünnen Personallage hatten sie die Taktik des Tages abgeleitet: den Gegner angreifen lassen bis zum eigenen Strafraum und ihn dort mit einem massiven Abwehrriegel erwarten. Das würde ihn irgendwann ermüden und zermürben. Dass ihnen dann zu früher Zeit sogar ein eigener Treffer gelang, hatte Trainer Christian Golden nicht unbedingt erwartet, aber erhofft, als er jüngst von „Spielglück“ sprach. Es war seinem Team bisher nicht gerade hold gewesen.

Einmal aber musste der Bann doch brechen, und so vollendete Angelina Schreck nach einem Ballgewinn des TSV im Mittelfeld und einem klugen Pass Sandra Abersfelders diesen Spielzug über drei Stationen zum 0:1 (7.). Keiner ahnte, dass die Entscheidung damit schon gefallen war. Denn Bad Aibling im Münchner Hinterland besitzt eine so junge wie angriffslustige Mannschaft mit flinken, talentierten Offensivspielerinnen, die in der Folge Frickenhausens Tor berannten – und zum Teil belagerten. Zuweilen drohte Gefahr, doch zumeist war es ein kalkuliertes Risiko, das der TSV einging. „Wir haben ihnen Räume gegeben, wo sie uns nicht weh tun konnten“, sagte Golden über die pragmatische Idee.

Man könnte auch sagen: Der Trainer hatte aus der Not eine Tugend gemacht. Aus Mangel an Bankpersonal hatte er seine Elf auf Energiesparmodus programmiert. So kraftschonend wie möglich sollte sie auftreten – und herausgekommen ist der maximale Ertrag. Frickenhausen griff bevorzugt über die Flügel an und ließ die Gastgeberinnen mit ihrem Pressing weitgehend ins Leere laufen. Und als die in der zweiten Halbzeit den Druck erhöhten, erwartete sie der TSV im Stil einer geschlossen am Kreis verteidigenden Handballmannschaft. Einige Male wurde es brenzlig, doch so ungestüm die junge Heimelf angriff, so sehr fehlte es ihren Aktionen an der Zuspitzung.

Frickenhausen: Kohl; Anja Schreck, Müller, Kinle, Other, Dick, Lupper, Angelina Schreck, Schwarz, Rauschenberger, Abersfelder (81. Riehl). Schiedsrichter: Brian Delkof (Arcadia München). Zuschauer: 50. Tor: 0:1 Angelina Schreck (7.).