Tobias Jäger ist im zweiten Jahr als Spielertrainer für die Marktbreiter verantwortlich. Mit einer Serie von fünf Siegen zum Saisonende sicherten sie sich souverän den Klassenerhalt. Jäger bekam mit Andreas Kirchner vom Würzburger FV einen erfahrenen Mitspieler als Co-Trainer hinzu. "Menschlich passt er super zu uns und fügt sich bestens ein", berichtet Jäger über den ebenfalls 32-Jährigen. "Wir kennen uns schon sehr lange, deshalb habe ich mich auch für seinen Wechsel nach Marktbreit eingesetzt. Mit seiner Erfahrung kann er vor allem unsere jungen Spieler unterstützen."

Mit Rainer Radlinger, Frederic Höpfner, Valentin Gebert holte die FGM ein Trio aus der Jugend des SSV Kitzingen, Marco Endres, Michael Hofstetter, Marvin Weißenberger rückten aus dem eigenen Nachwuchs auf.
Einen Vergleich mit der zu Bayern Kitzingen gewechselten Führungsfigur Joachim Hupp, der dem Verein als Sportleiter erhalten geblieben ist, mag Jäger nicht eingehen. Er beschreibt Kirchners Rolle im Mittelfeld als defensiver ausgerichtet.

Vom Verlauf der Vorbereitung war der Coach durchaus angetan. "Wir hatten in der ersten und zweiten Mannschaft eine gute Trainingsbeteiligung und konnten gut arbeiten. Ich war sehr zufrieden, wie die Jungs im Training mitgezogen haben. Gerade die jungen Spieler müssen sich allerdings noch an die Spielweise und das Niveau gewöhnen."

Den Höhepunkt der Vorbereitung hob sich Marktbreit für den Schluss auf, warf Absteiger und Ligakonkurrent Höchberg in der Qualifikationsrunde der Bezirksligen zum Toto-Pokal-Achtelfinale mit 3:1 raus.


Von den Testspielen überzeugt


Zu den Tests äußert sich Jäger positiv: "Gegen spielstarke Teams haben wir bewiesen, dass wir gut in Form sind. Zwischendurch hatten wir den einen oder anderen Durchhänger und sahen, an welchen Defiziten wir weiter arbeiten müssen."

Während bei den Zugängen neben dem erfahrenen Kirchner vor allem Spieler aus unteren Klassen und der Jugend stehen, gingen mit Hupp und Merlin Herbarth, zwei letztjährige Stammspieler weg. "Auf Joachims Wechsel konnten wir rechtzeitig reagieren. Dass sich Merlin so entschieden hat, haben wir akzeptiert. Wir haben daraufhin versucht, uns in der Offensive mit jungen, hungrigen sowie flexibel einsetzbaren Spielern zu verstärken, die wir fördern und weiterbringen wollen." Dadurch sei der Kader vor allem in der Breite gewachsen. "Ich sehe uns gut aufgestellt. Im Laufe der Runde wird uns das weiterbringen."

Beim Start in Unterpleichfeld (Sonntag, 18 Uhr) erwartet Jäger einen kampfbetonten Aufsteiger. "Sie werden nach wie vor durch ihren Aufstieg sehr euphorisch auftreten und als Mannschaft enger zusammengewachsen sein. In der Kreisliga spielten sie eine tolle Runde." Er kenne Trainer Thomas Redelberger aus Rimparer Zeiten gut. Daher erwarte er, dass sie konsequent und robust zur Sache gehen, um der FGM durch Einsatz und Willen zu Hause den Schneid abzukaufen. "Redelberger wird seine Mannschaft für dieses Spiel motivieren, worauf wir uns entsprechend einstellen müssen. Allerdings werden auch sie nach der Vorbereitung noch nicht wissen, wo genau sie in der Bezirksliga stehen", so der Coach.

Die Liga schätzt Jäger als spielstark und ausgeglichen besetzt ein. "Ich erwarte aber, dass sich einige Mannschaften vorne deutlicher absetzen können. Bei den Aufsteigern ist Qualität vorhanden, so dass wir auch dort nicht so einfach Punkte mitnehmen können. Für uns bedeutet das, dass wir in jedem Spiel auf den Punkt genau fit und vorbereitet sein müssen."