SG Castell/Wiesenbronn – SG Dürrfeld/Obereuerheim (Freitag, 18.30 Uhr, in Stadelschwarzach). Die Trainer der beiden Widersacher-Spielgemeinschaften haben eines gemeinsam: Für sie ist ihre Tätigkeit dort nach der Relegation beendet. Während Castell/Wiesenbronns Spielertrainer Michael Ludwig zuletzt den Aufstieg packte und nun in der Klasse bleiben will, ist die Situation für Stefan Panhans etwas anders. Er könnte sich nach fünf Jahren in Dürrfeld und nun einem Jahr bei der SG mit einem Meilenstein verabschieden. Die Kreisklasse wäre ein völlig neues Terrain, das die Spieler aus Dürrfeld und Obereuerheim betreten würden.

Mit Platz zwei habe man nicht so ganz gerechnet, gibt Panhans zu. „Im ersten Jahr unserer Spielgemeinschaft lag der Hauptaugenmerk darauf, zusammen zu finden. Das hat gut funktioniert, dadurch sind wir nach vorne gekommen.“ Ärgerlich sei nur gewesen, dass Dürrfeld/Obereuerheim mit einem Unentschieden gegen den Letzten, Grettstadt II, den Titel vergeigte.

Panhans' Elf baut auf eine stabile Defensive, die in der Runde gerade einmal 20 Gegentreffer zuließ. Dazu hat die Mannschaft gegen die anderen Topteams der Liga zumeist gewonnen. So etwas wie Endspiel-Charakter hatte Dürrfeld/Obereuerheim in den letzten Wochen nahezu ständig, weil das Feld eng zusammen lag. „Über den Gegner haben wir Informationen eingeholt. Für uns gilt es aber, unsere eigene Leistung abzurufen“, sagt Stefan Panhans.

Eine eher durchwachsene Runde hat die SG Castell/Wiesenbronn hinter sich. Viele Verletzte, darunter Mittelfeld-Motor Pascal Paul, erschwerten die Aufgabe. Dazu ließ Michael Ludwigs Elf gerade gegen die Absteiger Fahr und Herlheim wertvolle Zähler liegen. Die Leistung seiner Mannen in den letzten Spielen stimme ihn jedoch positiv für die Relegation. Jetzt habe wohl jeder kapiert, um was es geht, hofft er.

„Es wäre klasse, wenn ich die Mannschaft in der Kreisklasse übergeben könnte. Die zweite Chance will ich möglichst nicht, sondern es gleich klar machen“, wünscht sich Ludwig. Der Verlierer der Partie darf nämlich noch mal ran. ast