SV Willanzheim - SSV Kitzingen (Sonntag, 15 Uhr).

Landkreis KT — Es sind Spiele, bei denen fangen die Augen eines Fußballers an zu leuchten. "Die Willanzheimer", erinnert sich Gerd Kristinius, "kenne ich noch sehr gut von damals. Gegen sie ging es immer rasant zur Sache, als wir noch auf ihrem alten Sportplatz mitten im Ort spielen mussten." Am Sonntag erwartet Aufsteiger Willanzheim (16./0) den SSV Kitzingen (6./10) zu einem heißen Tanz auf seinem neuen Gelände am Kapellenweg.
Dabei hätten die Gastgeber etwas wiedergutzumachen. Denn als beide Konkurrenten noch in der Kreisklasse aufeinandertrafen, gab es für Willanzheim nichts zu holen. Mit 0:4 und 0:1 unterlagen sie dem späteren Meister. Ein Jahr danach stand die Truppe aus dem Breitbachtal selbst ganz oben in der Tabelle und folgte dem Vorgänger in die Kreisliga.
Dort wartet das Team von Trainer Thomas Bergner weiterhin auf seine ersten Punkte, obwohl ihnen von den Gegnern mittlerweile in schöner Regelmäßigkeit attestiert wird, besser aufzutreten als es der Tabellenplatz erwarten ließe. Nach fünf Niederlagen ist diese Aussage zum bitteren Lob geworden, denn die Bemühungen sollen schließlich endlich in einem zählbaren Ergebnis münden.
"Sie sind garantiert nicht schlechter als viele andere Mannschaften in dieser Liga. Ich gönne ihnen schon bald ihr erstes Erfolgserlebnis, aber bitte nicht gegen uns. Sie müssen sich schon noch eine Woche länger gedulden", sagt Kristinus. Er freut sich auf den zweifachen Vergleich der beiden Landkreisrivalen - am Sonntag in der Liga und am Mittwoch im Pokal treffen beide binnen vier Tagen zwei Mal aufeinander. "Solche Lokalderbys sind doch das Salz in der Suppe einer Saison. Für beide ist so ein Spiel doch viel interessanter als beispielsweise die Partien gegen Mannschaften aus dem Würzburger Raum."

Lob für die Jungen


Gerne erinnert er sich an seine damaligen Gegenspieler zurück. "Die Willanzheimer", sagt Kristinus, "hatten schon früher ausgezeichnete Fußballer, den Heinleins Michael oder den Schmidts Harald." Statt Harald Schmidt, wegen seiner Schnelligkeit auch "Turbo" gerufen, spielt heute dessen 19 Jahre alter Sohn Mario bei den Gastgebern mit. "Wie sich die Zeiten doch ändern", lacht Kristinus. "Jetzt haben sie wieder eine gute und junge Mannschaft zusammen. Am Sonntag wird das mit Sicherheit kein Spaziergang für uns. Sollten wir eine Leistung wie zuletzt gegen Buchbrunn-Mainstockheim zeigen, ist mir aber auch dort nicht bange."