Die Idee, ein solches Turnier auszurichten, entstand vor zwei Jahren. "Wir wollten nicht nur gegen die bekannten Mannschaften aus dem Umkreis spielen, sondern auch einmal gegen Teams, gegen die wir normalerweise nicht antreten", erinnert sich Kitzingens U15-Trainer Manfred Gleinser.

Er begab sich auf die Suche nach interessanten und interessierten Teams und wurde dabei schnell fündig. Das aus der Idee entstandene U13-Turnier entschieden die Gastgeber sogar für sich. Im Finale setzten sie sich gegen Mannheim durch.

"Die damals aufgebauten Kontakte zu Trainern und Betreuern haben sich bis heute gehalten. Von ihnen bekam ich Anfragen, ob wir in diesem Jahr noch einmal ein solches Turnier ausrichten würden", berichtet Gleinser.
Mit dem Bayernligisten Bayreuth und dem Bezirksoberligisten Coburg sagten in der vergangenen Woche allerdings zwei eingeplante Teilnehmer ab. Doch fand der Organisator schnellen Ersatz.
"Wir müssen uns bei Brendlorenzen und den Siedlern bedanken, dass sie kurzfristig eingesprungen sind, nachdem uns die beiden anderen Mannschaft abgesprungen waren", freute sich Gleinser über deren spontane Zusagen für den Wettbewerb am Faschingssamstag.

Sportlich interessantes Niveau

Die beiden Bezirksoberligisten sorgten dafür, dass das Teilnehmerfeld weiter auf einem sportlich interessanten Niveau stand. Mit Mainz und Offenbach nahmen zwei außerbayerische Verbandsligisten teil, daneben Eltersdorf und Quelle Fürth aus der gleichrangigen Bayernliga. "Von solchen Mannschaften kann man nur lernen. Daher sind wir sehr froh, dass sie in Kitzingen spielen. Auch Rot-Weiß Frankfurt wollte unbedingt dabei sein, das Teilnehmerfeld war zu diesem Zeitpunkt aber leider voll", freut sich Gleinser über das große Interesse.

Nur über das Nichtantreten von Schwabach ärgerten sich die Veranstalter, da es ihren aufgestellten Spielplan durcheinanderbrachte. Geleitet wurden die Spiele des "Fair-Play-Cup" getauften Hallenturniers von den Schiedsrichtern Kurt Roiger aus Kitzingen und Rene Haentzschel aus Gerolzhofen.

Die gastgebende U15 beendete die Vorrunde auf dem vierten Platz, erzielte für sich aber einen Achtungserfolg gegen den späteren Turniersieger aus Eltersdorf. "Die Scheu vor großen Namen haben sie schon abgelegt, aber beim eigenen Turnier spielten sie nicht so konzentriert, wie sie es eigentlich können", stellte Bayerns Jugendleiter Alois Beer fest.

Als größten Unterschied zu den höherklassigen Teams nannte er deren breiter aufgestellten Kader. "Von der Qualität haben wir durchaus den einen oder anderen Spieler, der mithalten kann, aber fallen bei uns drei Leistungsträger aus, können wir das nicht mehr ausgleichen." Zudem urteilte er, dass körperlich überlegene Mannschaften in der Halle Vorteile besäßen. "Alleine mit einer guten Technik kommt man in der Halle nicht weit", urteilte Beer.

Gegen Mainz, den am weitesten angereisten Teilnehmer, unterlagen die Gastgeber in der Vorrunde. Matthias Strasburger, Trainer der Rheinhessen, freute sich, in Kitzingen antreten zu können: "In Mainz fallen derzeit viele Einheiten und Spiele aufgrund des Winters aus. Daher macht es den Jungs Spaß, hier Fußball spielen zu können."

Gute Erinnerungen

Einige der Mainzer Jugendlichen waren schon vor zwei Jahren dabei und konnten sich entsprechend beim Eintreffen an die Sickergrundhalle erinnern. Als Strasburger Gleinser die Zusage gab, schaute der 34-Jährige aber nicht in den Kalender, dass es ausgerechnet am Fastnachts-Wochenende stattfand. "Natürlich wäre der eine oder andere Spieler schon lieber daheim und würde eine der Veranstaltungen besuchen. Generell war das für uns aber kein Problem. Wir haben 20 Spieler und die Hälfte mit nach Kitzingen genommen. Wir stellten es allen frei, ob sie mitfahren", erklärte Strasburger, dessen Mannschaft sich erst im Finale dem Sieger aus Eltersdorf geschlagen geben musste.

Insgesamt bestach das Turnier durch viele ausgeglichene Spiele - hohe Ergebnisse wie das 6:0 der Siedler gegen Fürth zum Ende der Vorrunde waren die Ausnahme.

Der Fair-Play-Gedanke wurde mit einem Sonderpreis für die Mannschaft mit den wenigsten Fouls umgesetzt. Der neben den sportlichen Leistungen ausgelobte Pokal ging an die SG Rosenhöhe Offenbach. Als bester Torhüter wurde Enis Izbudak aus Eltersdorf ausgezeichnet. Zum wertvollsten Spieler wurde Jakob Friedrich vom SV Weisenau-Mainz gewählt.

Ob sich die Mannschaften turnusgemäß in zwei Jahren zu einem weiteren Hallenturnier als U17 wiedertreffen, ließ Gleinser noch offen - "wenn Interesse besteht, richten wir ein solches Turnier vielleicht schon im nächsten Jahr wieder aus". Sollte es dazu kommen, hat Gleinser nur einen Wunsch: mehr Zuschauer.


Gruppe A:

SC Eltersdorf - TSV Brendlorenzen 2:0, Post-SV Nürnberg - Bayern Kitzingen 0:1, SV Weisenau-Mainz - SC Eltersdorf 0:2, TSV Brendlorenzen - Post-SV Nürnberg 2:1, Bayern Kitzingen - SV Weisenau-Mainz 1:3, Post-SV Nürnberg - SC Eltersdorf 0:0, Bayern Kitzingen - TSV Brendlorenzen 0:1, SV Weisenau-Mainz - Post-SV Nürnberg 1:0, SC Eltersdorf - Bayern Kitzingen 1:2, TSV Brendlorenzen - SV Weisenau-Mainz 0:1.

Tabelle:

1. SV Weisenau-Mainz, 2. SC Eltersdorf, 3. TSV Brendlorenzen, 4. Bayern Kitzingen, 5. Post-SV Nürnberg.

Gruppe B:

SC 04 Schwabach - SSV Kitzingen 0:2, JFG Oststeigerwald - Rosenhöhe Offenbach 0:3, SG Quelle Fürth - SC 04 Schwabach 2:0, SSV Kitzingen - JFG Oststeigerwald 1:0, Rosenhöhe Offenbach - SG Quelle Fürth 3:0, JFG Oststeigerwald - SC 04 Schwabach 2:0, Rosenhöhe Offenbach - SSV Kitzingen 1:1, SG Quelle Fürth - JFG Oststeigerwald 1:1, SC 04 Schwabach - Rosenhöhe Offenbach 0:2, SSV Kitzingen - SG Quelle Fürth 6:0.

Tabelle:

1. SSV Kitzingen, 2. Rosenhöhe Offenbach, 3. JFG Oststeigerwald, 4. SG Quelle Fürth, 5. SC 04 Schwabach (nicht angetreten).

Halbfinale:

SV Weisenau-Mainz - Rosenhöhe Offenbach 2:1, SSV Kitzingen - SC Eltersdorf 0:1.

Finale:

SC Eltersdorf - SV Weisenau-Mainz 2:0.

Spiel um Platz 3:

Rosenhöhe Offenbach - SSV Kitzingen 4:0,

um Platz 5:

TSV Brendlorenzen - JFG Oststeigerwald 2:0,


um Platz 7

SG Quelle Fürth - Bayern Kitzingen 2:1.

9. Post-SV Nürnberg, 10. SC 04 Schwabach.