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FUSSBALL: BAYERNLIGA

Dritte Abtswinder Pleite in Serie

Warum die 2:4-Niederlage im Unterfrankenduell beim Würzburger FV für TSV-Abwehrspieler Christian Steinmetz eine besonders emotionale Partie war.
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Wuerzburger FV - TSV Abtswind
Konzentrierte Blicke aufs runde Leder: (von links) Abtswinds Frank Hartlehnert im Zweikampf mit WFV-Spieler Calvin Gehret. Foto: Foto: Volker Danzer, HMB Media

Als das Unterfrankenduell zwischen dem Würzburger FV und dem TSV Abtswind längst abgepfiffen war, saß Christian Steinmetz noch in der Abendsonne auf dem Rasen nahe der Tribüne. Auf seinem Schoss lag sein erst wenige Wochen junger Sohn Finn, dahinter standen Mama Lena und die Schwiegereltern. Sie schienen den Abtswinder Abwehrspieler, der bis 2017 für den WFV aufgelaufen war, über die 2:4 (1:1)-Niederlage an alter Wirkungsstätte hinwegzutrösten. „Ich habe fast mein ganzes Fußballerleben hier verbracht. Da waren heute viele Emotionen dabei“, sagte Steinmetz, der im Sommer über die Zwischenstation SV Bütthard wieder in die Bayernliga zurückgekehrt ist.

Das Würzburger Publikum war ihm wohl gesonnen, seine Vorderleute zuvor eher nicht. Immer wieder hatten sich bei den Gästen im Mittelfeld große Lücken aufgetan, in welche die Blauen beherzt hineinstürmten. „Der WFV hat absolut verdient gewonnen“, sagte Steinmetz nach der dritten Pleite nacheinander: „Wir schaffen es derzeit einfach nicht, in der Umkehrbewegung stabil zu stehen. Das geht auf diesem Niveau so nicht.“

 

Dabei hatte es für die Grün-Weißen vielversprechend begonnen. Mit ihrem ersten ordentlichen Angriff gingen sie in Führung. Der erst 19-jährige Severo Sturm, der genau wie Steinmetz fußballerisch an der Mainaustraße ausgebildet worden ist, erzielte den ersten Treffer (23.). Wirklich Sicherheit gab das Tor den kriselnden Gästen nicht; allen voran WFV-Stürmer Fabio Bozesan schien im Strafraum Narrenfreiheit zu haben. Ein eigener Treffer glückte dem 18-Jährigen jedoch nicht.